Disziplinlosigkeit bei Besprechungen

handys

Da es auf meinen letzten Artikel zum Thema „Disziplinlosigkeit“ einige Reaktionen in Bezug auf Besprechungen gab, möchte ich heute dieses Thema nochmal vertiefen.

Offensichtlich gibt es in vielen Unternehmen eine gewisse Disziplinlosigkeit der Mitarbeiter, die ich auch in meinen Trainings beobachte.

Es fängt schon bei der Einladung an, auf die einige Mitarbeiter nicht reagieren. Dabei ist es doch ganz komfortabel, dass der Termin, nachdem man ihn angenommen hat, automatisch in den eigenen Kalender übernommen wird. Aber ohne diese Rückmeldung, muss derjenige, der eingeladen hat, letzendlich die Kollegen wieder anrufen, um nachzufragen, ob der Kollege teilnimmt, oder nicht. Dies ist mit unnötiger Mehrarbeit verbunden.

Weiter geht es damit, dass einige Kollegen zu spät zum Meeting kommen. Dies ist für die Pünklichen sehr ärgerlich. In einigen Firmen gibt es für solche Fälle eine spezielle Kasse. D.h. die Zuspätkommer müssen 5,- Euro zahlen. Wie ist Ihre Erfahrung mit solchen Methoden?

Während der Besprechung können auch verschiedene Unarten stören: nicht ausreden lassen, schwafeln, vom Thema abschweifen, Vorwürfe „unter der Gürtellinie“, nebenbei E-Mails bearbeiten, ans Handy gehen. Ich frage mich warum so viel Rücksichtslosigkeit so weit verbreitet ist.

Über Ihre Kommentare und Anregungen zu diesem Thema freue ich mich.

 


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Disziplinlosigkeit – wenn sich Mitarbeiter nicht an Anweisungen halten

Faust auf Tisch

Gestern habe ich mich mit einer Führungskraft unterhalten. Es ging um die Themen Arbeitsplatzorganisation und fehlende Struktur. Die Führungskraft bemerkte in Beisein einiger Mitarbeiter, dass in seiner Niederlassung eine gewisse Disziplinlosigkeit herrscht. Die Mitarbeiter haben dies nicht als Kritik, sondern als Tatsachenbeschreibung angenommen.

Sowohl Anweisungen aus der Zentrale, als auch von den Mitarbeitern selbst entwickelte Vereinbarungen werden oft nicht umgesetzt. Jeder arbeitet sehr individuell.

Beispiele:

  • Eigentlich hätte sich jeder Mitarbeiter schon längst die neue MSOffice-Version auf seinen Computer aufspielen sollen, aber es hat bisher kaum jemand getan.
  • Es gab Vereinbarungen zur Ordnerstruktur auf dem Teamlaufwerk, aber die Dateien werden sehr unterschiedlich abgelegt, sodass inzwischen Chaos entstanden ist.
  • Auf den Schreibtischen stapeln sich die Papierberge und der Schreibtisch ist abends nicht leer.
  • Einige Prozesse und Fach-Anweisungen werden nicht umgesetzt.

Ich selbst habe in meinem Berufsleben schon häufig Arbeitsanweisungen geändert oder neu erstellt und später manchmal festgestellt, dass sie nicht oder anders umgesetzt wurden.

Was tun?

Das Wort Disziplinlosigkeit finde ich sehr hart. Ich würde erstmal versuchen, die Gründe herauszufinden, warum sich Mitarbeiter nicht an Anweisungen halten.

  • Haben überhaupt alle Mitarbeiter die Information erhalten, dass es eine neue Anweisung gibt? (war bei der neuen MSOffice-Version nicht der Fall)
  • Ist die Umsetzung zu schwierig oder zu zeitaufwändig? (die Mitarbeiter hatten Scheu davor, ein neues Software-Paket auf ihrem Computer alleine zu installieren, außerdem gab es keine Schulung, sodass sich jeder selbst mit den Neuerungen auseinandersetzen musste)
  • Lassen sich die Regelungen schlecht in das Tagesgeschäft integrieren? Sind sie zu umständlich? Oder passen sie nicht zu den Aufgabengebieten und Prozessen? (das traf auf die Fach-Anweisungen zu, da diese Niederlassung ein Nischen-Produkt anbietet, das nicht zu den Standard-Prozessen passt)
  • Haben die Mitarbeiter einen Vorteil davon, wenn sie die Anweisung umsetzen? (die Mitarbeiter sahen keinen Vorteil für sich, das Papier abends wegzuräumen und morgens wieder auszupacken)

Wenn man die Gründe für die Disziplinlosigkeit herausgefunden hat, kann man entsprechende Maßnahmen ergreifen, damit der Umsetzungsgrad höher wird. Vielleicht muss aber auch mit dem Verfasser der Anweisung gesprochen werden, um eine Änderung zu bewirken.

Sollte es sich aber um gesetzliche Regelungen oder um Anweisungen handeln, die für die Sicherheit und den Fortbestand des Unternehmens wichtig sind, dann müssen diese natürlich eingehalten werden. Und dann sollte die Nicht-Einhaltung auch Konsequenzen für den Mitarbeiter haben.

 


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Die 10 Gebote der Gelassenheit

Urlaub Heuhaufen

Wir hören morgens beim Aufwachen immer Deutschlandfunk. Dort kommt immer um kurz nach halb Sieben die Morgenandacht. Heute wurde von  Papst Johannes XXIII berichtet, der 10 Gebote der Gelassenheit veröffentlicht hat.

Ich habe bei Wikipedia recherchiert und möchte Ihnen nun diese 10 Gebote der Gelassenheit vorstellen, weil sie mir gut gefallen:

1. Leben

Nur für heute werde ich mich bemühen, einfach den Tag zu erleben – ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

2. Sorgfalt

Nur für heute werde ich größten Wert auf mein Auftreten legen und vornehm sein in meinem Verhalten: Ich werde niemanden kritisieren; ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern… nur mich selbst.

3. Glück

Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin … nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt.

4. Realismus

Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.

5. Lesen

Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen. Wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist die gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.

6. Handeln

Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen – und ich werde es niemandem erzählen.

7. Überwinden

Nur für heute werde ich etwas tun, wozu ich keine Lust habe. Sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt.

8. Planen

Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit.

9. Mut

Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, und mich an allem freuen, was schön ist. Und ich werde an die Güte glauben.

10. Vertrauen

Nur für heute werde ich fest daran glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten – , dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.

 

Neue Wege ausprobieren

Schild gewundene strasse

Sie haben doch sicherlich auch ein Navi im Auto? Seitdem wir eins haben, frage ich mich, ob sich das auf meinen Orientierungssinn negativ auswirken wird und ich mich zu sehr auf das Gerät verlassen werde. Außerdem frage ich mich, ob meine Kinder die Fähigkeit, Karten zu lesen und sich zu orientieren gar nicht mehr lernen werden. Oder werden sie diese Fähigkeit nicht mehr benötigen?

In den vergangenen Tagen habe ich zwei unterschiedliche Erfahrungen mit dem Navi gemacht.

An einem Tag habe ich mich zu sehr auf das Navi verlassen und mein Gehirn ausgestellt. Ich wollte vom Norden in den Süden Hannovers fahren. Man kann aber nicht am Kreuz Hannover-Ost von der A2 auf die A7 wechseln. Diese Baustelle gibt es schon seit mehreren Monaten und ich weiß das eigentlich auch. Trotzdem bin ich einfach losgefahren. Wenn ich kein Navi gehabt hätte, hätte ich mich auf meine Ortskenntnisse verlassen und wäre gleich einen anderen Weg gefahren. So hatte ich die Wahl zwischen einem langen Stau oder einem Umweg. Ich habe mich für den Umweg entschieden.

An einem anderen Tag hatte ich einen anderen Weg im Kopf, als der den das Navi angezeigt hat. Ich war überrascht, denn ich kenne die Strecke und die Gegend genau. Trotzdem bin ich dem Navi gefolgt, weil ich mir dachte, ich könnte ja mal einen anderen Weg, als den gewohnten ausprobieren. Und tatsächlich. Der Weg, den mir das Navi angezeigt hat, war der bessere, weil ich so ca. 6 Ampeln eingespart habe.

Warum erzähle ich Ihnen davon?

Ich bin überzeugt davon, dass es gut ist, im Leben immer mal wieder neue Wege auszuprobieren. Einfach die gewohnten Pfade zu verlassen. Vielleicht bekommt man einen guten Rat, vielleicht macht man einen Umweg, vielleicht steckt man auch mal fest und kommt nicht weiter. Aber vielleicht entdeckt man etwas Interessantes am Wegesrand oder findet einen neuen und besseren Weg. Dies läßt sich natürlich auch auf die Arbeitswelt übertragen.

  • Wann haben Sie sich das letzte Mal mit den Kollegen die Zeit genommen, zu analysieren, wie Sie arbeiten?
  • Wann haben Sie überprüft, ob die Routinetätigkeiten noch sinnvoll sind?
  • Passt Ihr Ablagesystem noch zu den Prozessen?
  • Wie verlaufen die Kommunikationswege?

 


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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Waldweg

Heute möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in mein Privatleben geben, weil ich im Moment feststelle, wie sehr auch ich selbst an Gewohnheiten hänge.

Diese Woche läuft bei uns einiges anders, weil mein Sohn vom Kindergarten aus im Wald ist. D.h. ich muss ihn morgens zu einer bestimmten Uhrzeit zum Wald bringen und hole ihn nachmittags wieder dort ab. Ich finde es schön, dass er eine Woche lang seine Zeit im Wald verbringt, aber bei uns kommt einiges durcheinander:

  • ich muss mich morgens mehr beeilen, da auch der Weg zum Wald weiter ist, als zum Kindergarten
  • ich muss mich nachmittags mehr beeilen, da ich ihn eine halbe Stunde früher abholen muss
  • da er im Wald kein warmes Mittagessen bekommt, esse ich jetzt auch mittags nur ein belegtes Brötchen
  • dafür muss ich jetzt abends warm kochen
  • da mein Sohn den ganzen Vormittag nicht wie sonst im Sandkasten spielen kann, gehen wir jetzt nachmittags immer noch auf den Spielplatz.

Die Kleinigkeit „‚Waldwoche“ hat also eine ganze Reihe an Auswirkungen und erfordert von mir, meine Gewohnheiten fallen zu lassen. Nun frage ich mich, wo in meinem Leben ich sonst noch zu sehr an Gewohnheiten hänge und vielleicht – zumindest für einen gewissen Zeitraum – mal was Neues ausprobieren könnte.

Welche Gewohnheiten und Routinen wollen Sie hinterfragen? Was wollen Sie heute mal anders machen, also sonst?