Lernen im Jahr 2030

Wie wird sich das berufliche Lernen entwickeln?

Wagen wir einmal einen Blick in die Zukunft.

Wie wird sich das Weiterbildungsangebot und der Weiterbildungsmarkt entwickeln?

Wie werden Mitarbeiter im Unternehmen in 15 Jahren lernen?

Welche neuen Techniken werden das Lernen zukünftig unterstützen?

Und wie werden sich diese Trends auf Ihr Unternehmen auswirken?

Diese und andere Fragen rund um das Thema „Lernen im Jahr 2030“ wurden in einer Studie untersucht, die ich in diesem Video vorstelle:

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Desiderata – Ein Gedicht

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Zum Jahresbeginn habe ich ein Gedicht für Sie herausgesucht.

Folgende Inschrift wurde in der St. Pauls-Kirche, Baltimore in 1692 gefunden:

 

Gehe behutsam Deinen Weg inmitten des Lärms und der Hast dieser Welt und vergiss nie, welcher Friede im Schweigen liegt.

Lebe, soweit als möglich und ohne Dich selbst aufzugeben, in guten Beziehungen zu anderen Menschen.

Verkünde Deine Wahrheit ruhig und klar. Höre auch anderen zu, sogar den Törichten und Unwissenden: auch sie haben ihre Geschichte.

Vermeide laute und aggressive Menschen, sie bringen nur geistigen Verdruss.

Es ist möglich, dass Du entweder stolz oder verbittert wirst, wenn Du Dich mit anderen vergleichst; denn immer wird es bedeutendere und unbedeutendere Menschen geben als Dich selbst.

Freue Dich des Erreichten genauso wie Deiner Pläne, doch sei auf jeden Fall demütig.

Übe Vorsicht in Deinen Geschäften, denn die Welt ist voller Betrügereien.

Verschließe Dich jedoch nicht dem Wert der Tugenden; viele Menschen streben nach hohen Idealen, und das Leben ist voll von stillem Heldentum.

Sei Du selbst.

Heuchle vor allem keine Zuneigung und spotte nicht über die Liebe.

Trage freundlich die Bürde der Jahre und gib mit Unmut alles auf, was der Jugend zusteht.

Nähre die Kraft Deines Geistes, um plötzlichem Unglück gegenüber gewachsen zu sein. Viele Ängste entstehen aus Müdigkeit und Einsamkeit.

Sei freundlich zu Dir selbst.

Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und Sterne. Du hast ein Recht darauf, hier zu sein.

Und die Kraft des Universums wird sich so entfalten, wie es sein muss, ob Dir das bewusst ist oder nicht.

Deshalb lebe in Frieden mit Gott, was immer Du Dir unter ihm vorstellst.

Und was immer Deine eigenen Bemühungen und Absichten auch sein mögen: Halte Frieden mit Deiner Seele in diesem lärmigen Durcheinander des Lebens.

Mit all ihrem Schein, ihren Kümmernissen und zerbrochenen Träumen ist diese Welt dennoch wunderbar.

Sei vorsichtig. Strebe danach, glücklich zu sein.


In diesem Video lese ich das Gedicht vor:

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Wie Sie Störungen vermeiden können

Uhrzeit im Kopf

Der Sägeblatt-Effekt

Kennen Sie den Sägeblatt-Effekt? Dabei geht es um die Erkenntnis, dass jeder von uns im Durchschnitt alle 8 min. in der Arbeit unterbrochen wird. Es gibt sicherlich Arbeitsplätze, bei denen dies häufiger ist, bei anderen eher etwas seltener.

Grundsätzlich steht dahinter aber der Effekt, dass man sich gerade intensiv mit der Bearbeitung einer Aufgabe beschäftigt und durch eine Unterbrechung herausgerissen wird. Danach stellt man sich die Frage „Wo war ich stehengeblieben?“ und es dauert ein bisschen, bis man wieder das gleiche Konzentrationsniveau wie vorher erreicht.

 

Es dauert länger

Da man ständig unterbrochen wird, zieht sich die Bearbeitung einer Aufgabe über den ganzen Tag hin, obwohl sie eigentlich in 20 min hätte erledigt werden können. Das ist frustrierend.

 

Wie Sie Störungen vermeiden können

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Störungen bzw. Unterbrechungen zu reduzieren und dadurch wieder genug Ruhe zum Arbeiten zu haben. In dem folgenden Video stelle ich Ihnen meine Tipps dazu vor:

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Die vorgestellten Möglichkeiten, Störungen zu reduzieren können Sie auch als Checkliste herunterladen. Dafür einfach auf den folgenden Button klicken:

NLP im Changemanagement

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Ich habe ein Interview mit Götz Müller zum Thema NLP im Changemanagement geführt. Es geht um die Frage, welche Methoden aus NLP hilfreich sein können, um die Ängste vor Veränderungen zu mindern.

Wir gehen u.a. folgenden Fragestellungen nach:

  • Was kann eine Führungskraft zu Beginn eines Veränderungsprojektes tun, um bei den Mitarbeitern die Ängste zu mindern?
  • Wie sieht eine Zielgruppengerechte Kommunikation aus?
  • Welche Metaprogramme sollte die Führungskraft kennen, um besser auf die Mitarbeiter eingehen zu können?
  • Warum ist Wertschätzung so wichtig?
  • Welche Mitarbeitertypen sind für den Erfolg eines Veränderungsprojektes wichtig?
  • Welche Möglichkeiten hat die Führungskraft in Konfliktsituationen?

Das Interview finden Sie hier:

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goetz-mueller-003-xing-rand-rundÜber den Autor:

Götz Müller ist Ingenieur, Berater, Redner, Autor (NLP in der Lean-Praxis – Menschlich-soziale Erfolgsfaktoren für Lean, KVP & Co.), Blogger und Podcaster (Kaizen2go).

Er beschäftigt sich schon über 17 Jahre mit Prozessoptimierung in unterschiedlichen Bereichen (Entwicklung, Produktion und Verwaltung) und Branchen (Industrie, Dienstleistung, Handwerk und Baugewerbe) auf Basis von Lean und Six Sigma. Als Berater ist er Ansprechpartner für die Geschäftsführung, Coach für Führungskräfte und Trainer für Mitarbeiter auf allen operativen Ebenen.

Er ist wohnhaft im Raum Stuttgart und unterstützt von dort aus seine Kunden hauptsächlich in Südwestdeutschland. Ihm liegt nicht nur der methodische Einsatz der Prozessoptimierung am Herzen, sondern auch die menschlichen, kulturellen und historischen Hintergründe und Grundlagen.

 

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Kontakt:

GeeMco : Götz Müller Consulting

Sandäcker 61

D‑71554 Weissach im Tal

T +49.7191.3536878

goetz.mueller@geemco.de

Adventskalender – jeden Tag einen Tipp für mehr Effizienz im Büro

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Das hat es so bei mir noch nicht gegeben!

Dieses Jahr schenke ich Ihnen einen Adventskalender.

Hinter jedem Türchen verbirgt sich ein Tipp, mit dem Sie sich und Ihren Arbeitsplatz besser organisieren können. Diese Tipps sind praxisnah und sofort umsetzbar.

Deine Chance

Vielleicht lesen Sie schon seit einiger Zeit meine Blog-Artikel oder sehen sich meine Videos auf dem YouTube-Kanal an.

Wie viel haben Sie davon bereits umgesetzt?

Ist Ihr Schreibtisch aufgeräumt? Der Mail-Posteingang leer?

Haben Sie Ihre aktuellen Aufgaben im Blick und geplant?

Fühlen Sie sich dabei ertappt, dass Sie sich schon oft vorgenommen haben, meine Tipps umzusetzen, aber es dann doch immer wieder vor sich her geschoben haben?

Dann ist dieser Adventskalender genau richtig für Sie!

Nehmen Sie ihn als Anlass und Motivationshilfe, jeden Tag ein bisschen besser zu werden.

Ich zeige Ihnen, wie Sie in wenigen Schritten

  • Mehr Ordnung
  • Mehr Zeit
  • Mehr Zufriedenheit

erreichen.

Außerdem schenke ich Ihnen am 06. und 24. jeweils einen Gutschein, mit dem Sie beim Kauf zwei meiner digitalen Produkte Geld sparen.

Melden Sie sich bitte hier mit Ihrer Mail-Adresse an. Dann erhalten Sie von mir kostenlos vom 01. bis zum 24.12.2016 jeden Tag einen Organisationstipp per Mail direkt in Ihr Postfach.

Da heute der 1. Dezember ist, kann man sich nicht mehr für den diesjährigen Adventskalender anmelden. Aber ich werde sicherlich nächstes Jahr wieder einen einrichten.

Welche verschiedenen Rollen haben Sie?

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Kennen Sie das auch? Im Berufs-, wie auch im Privatleben hat jeder von uns unterschiedliche Rollen. Man sagt auch: Man hat verschiedene Hüte auf.

Und zwischen diesen Rollen springen wir hin und her. Wenn wir beim Bild mit den Hüten bleiben: wir jonglieren täglich mit unseren unterschiedlichen Hüten.

Das kann funktionieren. Es kann aber auch zu Problemen kommen.

Vielleicht passt eine Rolle nicht mehr zu Ihnen, oder es kommt ständig zu einem Rollenkonflikt.

Und dies alles hat mit dem Thema Zeitmanagement zu tun: wer viele verschiedene Rollen hat, der braucht eine gute Tagesplanung, um alles unter einem Hut zu bekommen.

Mehr dazu in diesem Video:

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Struktur vs. Beweglichkeit in Unternehmen

Tunnel

(Bildquelle: „Bewegung“ by Chris R. via flickr (CC BY 2.0) – keine Bildbearbeitung | no changes made)

Ein Gespräch zwischen Lioba Heinzler, moewe Beratung in der Arbeitswelt (Wuppertal) www.moewe-team.de, und mir. Themen rund um die Arbeitswelt eint uns beide.

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Hier können Sie unser Gespräch nachlesen:

Meike Kranz: Viele Unternehmen stehen vor einer neuen Herausforderung: sie kommen nicht mehr darum herum, sich mit dem digitalen Wandel auseinander setzen. Durch die Digitalisierung müssen sie schneller und flexibler auf Kundenwünsche reagieren. Sie sind gefordert innovativ zu sein und das bei steigender Komplexität. Andererseits dürfen sie ihr Kerngeschäft mitsamt den etablierten Prozessen und Vorgehensweisen nicht vernachlässigen. Wie können sich die Mitarbeiter und Führungskräfte in diesem Zwiespalt zurecht finden? Ein traditionelles Familienunternehmen wird ja nicht von heute auf morgen zu einem Start-Up-Unternehmen, wie es sie im Silicon Valley gibt.

Lioba Heinzler: Oh ja, genau das beobachte ich auch in vielen Unternehmen. Die Abläufe sind super optimiert, die Prozesse stehen und jede und jeder weiß, was zu tun ist. Damit waren und sind viele auch sehr erfolgreich. Allerdings fällt mir in der Arbeit mit den Führungskräften und Teams auf, dass sie keine Übung haben, Ideen zu entwickeln, wie es anders gehen kann. Es gibt nur in wenigen kleineren und mittlernen Firmen Zeit und Energie für die kreative Weiterentwicklung, für Innovationen. Dabei denke ich nicht an die Größenordnung „Forschungsabteilung“, sondern eher an das alltägliche Quer- und Andersdenken. Denn es ist völlig klar: das momentane Geschäft und die heutigen Abläufe sind nicht für die Ewigkeit. Jeder rollt die Augen bei dem Satz: „Das haben wir immer schon so gemacht!“ und gleichzeitig gibt es keine Kultur des Ausprobierens, das heißt auch des Fehlermachens. Beweglichkeit in den Köpfen und Flexibilität im Verhalten sind uns Menschen angeboren. Wie alle Fähigkeiten brauchen sie ein regelmäßiges Training, um uns im Alltag zur Verfügung zu stehen.

Meike Kranz: Ich denke, Sie sprechen einen ganz wichtigen Punkt an: es fehlt die Zeit und die Energie für eine Weiterentwicklung. Wann nimmt sich ein Mitarbeiter, eine Führungskraft oder auch das gesamte Team einmal die Zeit, die eigene Arbeitsweise zu überdenken und an aktuellen Entwicklungen anzupassen? Das Tagesgeschäft geht immer vor. Dabei wäre es sinnvoll dies zu tun, ganz im Sinne des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Einerseits wird Routine als negativ eingeschätzt, andererseits gibt sie auch Sicherheit. Wenn sich etwas ändert, verlässt man die ausgetretenen Pfade und dann kann es natürlich auch zu Fehlern kommen. In dem Moment kommt es auf die Unternehmens- bzw. Fehlerkultur an: wird bei einem Fehler nach dem Schuldigen gesucht, oder sieht man die Chancen, die sich daraus ergeben? Eine kreative Weiterentwicklung ist also nur möglich, wenn ein paar Rahmenbedingungen stimmen. Ein wichtiger Faktor ist meines Erachtens die Fehlerkultur. Aber auch, dass der Mitarbeiter selbst nach einer innovativen Idee sucht und nicht die Neuerung von einem externen Berater vorgesetzt bekommt.  Außerdem fällt es leichter, regelmäßig kleine Änderungen vorzunehmen, statt die eine große Veränderung umsetzen zu wollen. Welche Rahmenbedingungen sind aus Ihrer Sicht wichtig?

Lioba Heinzler: Als wichtigsten Aspekt sehe ich die Klarheit: um was geht es jetzt genau? Um „abarbeiten“ und „wegschaffen“ des Tagesgeschäfts? Oder um Innehalten und Nachdenken, was gut lief und wo Verbesserungspotential liegt? Oder geht es darum, aus den Erfahrungen und der Reflexion darüber eine neue Idee zu entwickeln, daraus ein Ziel und eine Strategie zu planen, bevor ich wieder beginne zu handeln? Kurze Absprachen im Tagesgeschäft eigenen sich nicht, grundlegendes zu besprechen. Umgekehrt gibt es sehr wohl Firmen und Organisationen, die sich Zeiten für Meetings nehmen. Doch besprochen werden oft nur die Kleinigkeiten des Alltags, weil viele von den Führungskräften nicht wissen, wie man die größeren und grundlegenden Themen konstruktiv und fürs Team bereichernd angeht. So wie für die Verwaltung, die Technik und die Produktion professionelles Know-how nötig ist, braucht es auch für diese Prozesse und diese Form der Kommunikation professionelles Handwerkzeug in erster Linie für die Führungskräfte und Teamleitungen, aber auch für die Teammitglieder. Nur irgendwie zusammensitzen und reden ist nicht zielführend. Also, es braucht Klarheit, welches Thema wer mit wem wann und wie lange bespricht. Oft erweist sich eine Mischung aus einer kurzen, täglichen Stehbesprechungen von 10 bis 15 Minuten, längeren Teammeetings von 90 Minuten alle zwei Wochen, und Klausurrunden zweimal im Jahr von 4 oder 8 Stunden als sinnvoll. Natürlich sind die Dauer und Häufigkeit auch vom Aufgabenfeld abhängig. Und alle Meetings brauchen eine Leitung und verbindliche Regeln: Wenn jeder in der Meetingzeit mit seinem Smartphone beschäftigt ist, alle wild durcheinander reden oder nur einer spricht, dann ist es vertane Arbeitszeit von vielen Mitarbeitenden.

Meike Kranz: Ich bin auch ein großer Freund von täglichen kurzen Besprechungen im Stehen. Das ist ganz wichtig, denn wenn es sich alle im Besprechungsraum erst mal gemütlich gemacht haben, dann bleibt es nicht bei den geplanten 10-15 Minuten. Die zweiwöchigen Teammeetings werden von den Führungskräften auch meiner Erfahrung nach zu wenig für grundlegende Diskussionen und Weiterentwicklung des Teams und der Prozesse genutzt. Stattdessen berichtet jeder Mitarbeiter, an welchen Themen er gerade arbeitet und wie der Stand der Dinge ist.

Ich möchte an dieser Stelle unsere Diskussion kurz zusammenfassen. Die Konzentration auf das Kerngeschäft und optimierte Prozesse sind wichtig für jedes Unternehmen, damit man sich nicht verzettelt und ein hohes Qualitätsniveau erreicht. Dennoch ist es für den dauerhaften Erfolg eines Unternehmens wichtig, die standardisierten Vorgehensweisen zu hinterfragen und an aktuellen Entwicklungen anzupassen. Die Mitarbeiter sollten innovativ sein und sich und das Team weiterentwickeln. Damit dies möglich ist, sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dazu gehören Zeit, Raum und die Führungskompetenz des Abteilungs- oder Teamleiters. Der Dienstvorgesetzte von damals ist heute nicht mehr hilfreich.

Lioba Heinzler: Danke, Frau Kranz, für Ihre Zusammenfassung. Für mich bleibt nun die Frage, wie die berechtigten Schlüsse nicht als weitere Forderungen den Arbeitsalltag belasten, im Sinne: „Das sollten wir auch noch tun!“ Mir ist bei solchen Entwicklungen in einer Firma oder in einem Team wichtig, dass sie so angegangen werden, dass sie nicht die – gleichgültig ob gefühlte oder tatsächliche – Überlastung verstärken. Für Menschen ist es leichter, wenn sie das „Warum“ verstehen und über das „Wohin“ eine Vorstellung haben. Dies wären meine ersten Schritte zur Klärung und Vereinbarung. Im zweiten Schritt würde ich mit den Beteiligten die erste Wegstrecke mit klaren Verabredungen zum Experimentieren überlegen. Es ist für alle einfacher mit der holprigen Situation umzugehen, wenn klar ist, dass es nun um das Ausprobieren geht und nicht um die perfekte Lösung aus dem Stand. Die es ja auch gar nicht gibt… Wenn es dann in angemessenen Abständen einen gemeinsamen Austausch im Meeting gibt, können Erfahrungen und Ergebnisse ausgewertet und die Strategie angepasst werden. Und dieses Vorgehen macht Besprechungen eindeutig lebendiger, als es das Vortragen der aktuellen Projektliste. Veränderung braucht ein bestimmtes Setting, damit sie nachhaltig gelingt. Und auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: das Gelingen oder Scheitern hängt wesentlich an der einzelnen Führungskraft und der Führungskultur. Die Anforderungen und Erwartungen an die einzelne Führungskraft haben sich sehr verändert: die Haltung und das Herangehen des „Dienstvorgesetzte von damals“ ist für solche Herausforderungen nicht mehr hilfreich und ausreichend. Es ist notwendig, dass Führungskompetenz und -kultur in einer Firma bewusst weiterentwickelt und gestaltet werden.

Wenn ich mir so unser Gespräch ansehe, dann fällt mir auf, dass wir eine ähnliche Einschätzung haben, was die Bedeutung der beiden Pole „Beweglichkeit contra Struktur“ oder „Veränderung contra Prozesse“ haben. Teilen Sie meine Einschätzung?

Meike Kranz: Ja, da haben Sie wohl recht. Danke für Ihren Hinweis, dass Innovation nicht noch die Überlastung der Mitarbeiter verstärken darf. Umso wichtiger finde ich es, dass die Prozesse im Kerngeschäft optimiert sind, sodass Freiräume für Experimente und neue Herausforderungen entstehen. Wenn dann noch die bereits ausgeführten Rahmenbedingungen bestehen, sollte es in den Unternehmen leicht möglich sein, flexibel auf Kundenanforderungen zu reagieren und innovativ zu sein.

Vielen Dank für das Gespräch.

Auf das Team kommt es an

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Ich habe ein Interview mit Hubert Schwarz geführt. Er ist Extremsportler, Motivationstrainer und bietet Team- und Outdoor-Events an.

 

Herr Schwarz, Sie sind Extremsportler und Unternehmer. Sie gelangten jedoch auf Umwegen zum Extremradfahren. Wie kam es dazu?

Meine Familie war nicht sehr sportlich. Als junger Pfadfinder bin ich erst durch meinen Umzug nach Roth in die sportliche Laufbahn gerutscht. Da es in Roth keine Pfadfinder gab, habe ich mich im Sportverein engagiert, wurde Vereinsjugendleiter und trainierte viele Kinder- und Jugendtruppen. Somit war es nahe liegend, dass ich auch selbst Sport gemacht habe. Meine Liebe für den Ausdauersport hat sich mit der Vorbereitung auf die Skilehrerprüfung erst so richtig gezeigt. Meine favorisierte Sportart war dann der Triathlon.

In der Zeit als Triathlet habe ich festgestellt, dass meine Stärke in der Ausdauer liegt. Das Talent als Schwimmer wurde mir aber nicht in die Wiege gelegt. Ein Beispiel: Bei einem Rennen kam ich als 653. aus dem Wasser, war 23. nach dem Radfahren und 20. nach dem Laufen. Es war zwar schön, so viele Leute zu überholen, jedoch gab mir das auch den Anlass dazu, mich auf das zu konzentrieren, was ich am besten kann, nämlich das Radfahren. Der Punkt, an dem ich den Triathlonsport dann letztendlich ganz für das Radfahren aufgab, war 1990 ein Gespräch im Ziel nach dem Ultraman auf Hawaii. Ein erfolgreicher amerikanischer Extremsportler, den ich sogar geschlagen hatte, erzählte mir vom Race Across America. Das weckte in mir den Ansporn dieses Rennen auch in Angriff zu nehmen und zu zeigen, was ich kann. Mein erstes großes Ziel war somit geboren!

 

Sie unterstreichen immer wieder die Wichtigkeit von Teamarbeit. Welche Funktion hat ein Team beim Radfahren und in Unternehmen?

Auch wenn ich alleine auf dem Rad sitze und jeden Kilometer auch selbst fahren muss, habe ich ohne mein Team keine Chance. Das Team unterstützt mich nicht nur logistisch, materiell und organisiert Verpflegung, es hat vor allem einen starken Einfluss auf meine Leistung. Ein gutes Team stärkt den Einzelnen! Ähnlich ist es in Unternehmen. Sind es Menschen, die dich blockieren oder sind es Menschen die dich in deinem Tun fördern und unterstützen. In Unternehmen bzw. für Führungskräfte ist es von großer Wichtigkeit die richtigen Teams zusammen zu stellen bzw. deren Teamfähigkeit zu fördern.

 

Wie kann eine Führungskraft konkret die Teamfähigkeit fördern?

Führungskräfte müssen eine tragfähige Teamkultur zusammen mit den Mitarbeitern entwickeln. Sie sollten dabei als Vorbild agieren, inspirieren und sich immer wieder selbst reflektieren. Führungskräfte sollen sich dabei ganz auf Menschen und ihre Fähigkeiten konzentrieren, weniger auf Strukturen und Prozesse. Der Chef fungiert als erster unter Gleichen, mit dem klaren Auftrag, aus den Fähigkeiten von Menschen das Beste zu machen. Es geht heutzutage um Sinnvermittlung und echtes Interesse am ganzen Menschen, nicht nur dem Mitarbeiter. Menschen in Systemen haben unterschiedliche Ziele, Wertvorstellungen und verschiedene Kompetenzen. Führungskräfte müssen verstehen, was Mitarbeiter, denken, fühlen und tun. Sie müssen individuell führen. Gerade diese Individualität und Vielfalt sind entscheidende Stärken von Teams. Diese Unterschiedlichkeit darf von Führungskräften nicht als Bedrohung wahrgenommen oder unterdrückt werden. Sie kann vielmehr als Antwort auf die zunehmende Komplexität der Arbeitswelt verstanden werden. Widersprüche sollten zugelassen werden.

 

Wie können kleine und mittelständische Betriebe dies auch mit einem eintägigen Event/Training erreichen?

Führungskräfte und Geschäftsführer schicken ihre Mitarbeiter auf Trainings, Seminare oder Incentives, um Teams zu entwickeln, die Motivation zu steigern, oder einfach nur um zu belohnen.

Aktivierende Teamübungen und ein anderer Blickwinkel jenseits des Firmenalltags helfen dabei, häufig eingefahrene Sichtweisen aufzubrechen und Menschen zu „bewegen“. Hier lohnt sich der Einbezug eines externen Trainingsanbieters oder Prozessberaters. Oft jedoch werden Maßnahmen nach dem Motto: „Wir müssen da mal was machen…“, geplant und auch so angefragt. Meist lautet die Frage hinterher: Was brachte das Ganze nun? Umgekehrt muss die Frage lauten: Wie unterstützen die Betriebe den Transfer des Trainings im Firmenalltag? Wie konkret sind die Zielsetzungen und Erwartungen? In der Firma muss der im Training angestoßene Prozess weitergehen, der Transfer muss sinnvoll gestaltet werden. Tragfähige Lösungen gilt es dabei selbst zu erarbeiten und in die Tat umzusetzen. Personalentwicklungsmaßnahmen dürfen nicht mit der Gießkanne und mit dem Prinzip Hoffnung eingesetzt werden. Sie müssen langfristig, im Rahmen einer Personalentwicklungsstrategie verankert sein. Hier können mittelständische Unternehmen sicher von großen Betrieben lernen.

 

Vielen Dank für dieses Interview!

 

 

2015 Hubert Schwarz Portrait

Über den Autor:

Hubert Schwarz – Jahrgang 1954 – hat als Extremsportler und Unternehmer einen erstaunlichen Karriereweg hinter sich. Der Sozialpädagoge arbeitete zunächst elf Jahre als Jugendpfleger im Öffentlichen Dienst, ehe er über den Triathlon zum Extremsport gelangte und sein Faible für das Radfahren auf ultralangen Distanzen 1991 zu seinem Beruf machte.

Mittlerweile führt er mit seiner Frau Renate das Hubert-Schwarz-Zentrum in Büchenbach, ein erfolgreiches Coaching-Unternehmen, das ganz unter dem Motto „Menschen bewegen“ steht. „Mein Motto, meine Leidenschaft: Menschen bewegen! Menschen aus ihrer Komfortzone locken, damit sie was bewegen – für sich und für andere.“

Seit über zehn Jahren führt Hubert Schwarz zudem Gruppen auf den Gipfel des Kilimandscharo, vor allem Vertreter der aktiven Generation 60+.

Kontakt:

Hubert-Schwarz-Zentrum

Ungerthal 2 1/2

91186 Büchenbach

http://www.hubert-schwarz.com/startseite/

Permanent online – Zusammenfassung

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In diesem Sommer habe ich einen kleinen Blick in die Zukunft gewagt und darüber gesprochen, was sich ändert, wenn eine Generation von neuen Mitarbeitern in Unternehmen tätig werden, die permanent online sind und dies auch für angemessen einschätzen (die sogenannte „Generation Z“).

Ich habe aufgezeigt, welche Herausforderungen daraus für die Arbeitswelt entstehen, aber auch welche Chancen darin gesehen werden können.

Hier ein kurzer Überblick über alle Artikel bzw. Thesen:

Einführung: http://www.123effizientdabei.de/permanent-online-permanent-verbunden/

Wissen: http://www.123effizientdabei.de/wissenszugang-ersetzt-wissen/

Daten: http://www.123effizientdabei.de/big-data-ersetzt-intuition/

Selbstverständlichkeit: http://www.123effizientdabei.de/selbstverstaendlichkeit-verdraengt-freude/

Erreichbarkeit: http://www.123effizientdabei.de/staendige-erreichbarkeit-ersetzt-naehe/

Gespräche: http://www.123effizientdabei.de/konversationsfaeden-ersetzen-gespraeche/

Unverbindlichkeit: http://www.123effizientdabei.de/unverbindlichkeit-ersetzt-zuverlaessigkeit/

Soziale Kontrolle: http://www.123effizientdabei.de/soziale-kontrolle-ersetzt-vertrauen/

Aufmerksamkeit: http://www.123effizientdabei.de/aufmerksamkeit-ersetzt-wertschaetzung/

Erleben: http://www.123effizientdabei.de/dabeisein-ersetzt-nacherzaehlungen/

 

Dabeisein ersetzt Nacherzählungen

Echtzeit-Kommunikation, Live-Dokumentationen, Videos.

Wer permanent online ist, ist immer dabei, wenn etwas geschieht, ohne dabei eigene Erfahrungen gemacht zu haben.

Aber haben wir nicht schon längst verstanden, dass echtes Lernen nur funktioniert, wenn alle Sinne dabei angesprochen werden?

Um die Herausforderungen für die Arbeitswelt, die sich daraus ergeben, geht es in diesem Video:

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