Einfach einmal anders herum: Reverse Brainstorming

Eine Kreativitätstechnik, die von der anderen Seite beginnt

Manchmal steckt man im Projekt total fest. Dann muss eine neue Idee her.

Oft ist es aber gar nicht so einfach, neue Ideen zu entwickeln. Insbesondere, wenn man schon häufig über das Problem und die Lösung nachgedacht hat.

Mir ist auch einmal so gegangen. Bei meinem alten Arbeitgeber sollten wir im Team Ideen entwickeln, wie wir die Kundenzufriedenheit verbessern können. Bei dieser Aufgabenstellung haben alle insgeheim die Augen verdreht. Das Thema hatten wir bereits mehrmals durchgearbeitet. Es war ja auch jedem klar, wer der Kunde unserer Abteilung ist. Es kamen nur schleppend ein paar halbherzige Ideen zusammen. Niemand hatte so recht Lust mitzumachen. Ich schaute ständig auf die Uhr und hoffte, dass der Nachmittag bald vergeht.

Aber dann machte eine Kollegin den Vorschlag, dass wir das umgekehrte Brainstorming anwenden sollten. Sie erklärte die Schritte kurz:

  • Zuerst wird das Problem beschrieben, so dass sichergestellt ist, das jeder das Gleiche darunter versteht.
  • Dann wird das Problem umgekehrt. In unserem Fall: Was müssen wir tun, damit unsere Kunden extrem unzufrieden mit uns sind?
  • Danach werden die gefundenen Ideen wieder umgekehrt.
  • Zuletzt werden die Lösungen herausgearbeitet, die bei dem Problem helfen.

Plötzlich war wieder Energie im Raum. Alle Kollegen hatten viel Spaß daran, die verrücktesten Ideen zu entwickeln, wie wir unsere Kunden vergraulen könnten. Die Umkehrung der gefundenen Ideen war dann auch ganz einfach und wir haben zum Schluss wirklich gute Lösungen gefunden, die dann auch von uns ernsthaft umgesetzt wurden.

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