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Erwartungen an eine Führungskraft

Die Führungskraft in der Sandwich-Position

Über Führungskräfte in mittleren Management wird häufig gesagt, sie wären in einer Sandwich-Position. Einerseits gibt es von der Geschäftsführung Erwartungen in Bezug auf Umsatz, Gewinn, Marktposition usw. Andererseits haben die Mitarbeiter auch Erwartungen an Ihren Abteilungsleiter. Er soll sie unterstützen und fördern, das Team entwickeln, Prozesse verbessern etc.

Die Führungskraft ist das „arme Würstchen“ in der Mitte und versucht beiden gerecht zu werden. So ist das allgemeine Bild und so sehen sich Führungskräfte auch häufig selbst.

Aber das ist zu kurz gegriffen.

 

Erwartungen an eine Führungskraft

Die Erwartungen an eine Führungskraft sind sehr viel vielschichtiger. Es gibt nicht nur die Geschäftsführung und die Mitarbeiter. Führungskollegen auf der gleichen Hierarchieebene stellen auch Erwartungen, z.B. in Bezug auf Zusammenarbeit und dass der Abteilungsleiter „seinen Laden im Griff hat“. Ergebnisse sollen pünktlich geliefert werden und die Qualität muss stimmen.

Natürlich hat eine Führungskraft auch Erwartungen an sich selbst. Häufig gibt es einen hohen Anspruch an Qualität bis hin zu Perfektion. Aber auch die Frage, wie es im Unternehmen weiter gehen soll. Wo ist der Weg? Welche Karrierestufe strebe ich an?

Auch die Kunden haben Erwartungen an einen Abteilungsleiter. Man würde zwar denken, dass nur der Vertrieb mit dem Kunden zu tun hat, aber der Kunde stellt auch Ansprüche an andere interne Abteilungen. Z.B. der reibungslose Ablauf in Bezug auf die Rechnungsbearbeitung und die Bearbeitung von Reklamationen an die Buchhaltung. Die Lieferung von Ersatzteilen an den Einkauf. Vielleicht ist das nicht jedem bewusst. Man merkt es aber schnell, wenn etwas schief gelaufen ist und der Kunde unzufrieden ist.

Und last, but noch least, die Familie. Zeit für die Kinder, Ehepartner, Freunde, pflegebedürftige Eltern. Vielleicht kommt noch ein Ehrenamt hinzu und die Kumpels vom Sportverein.

Diese Dinge erläutere ich in dem folgenden Video auch anhand von einigen Beispielen:

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Ich komme also zu dem Schluss, dass „Sandwich-Position“ gar nicht der richtige Begriff für eine Führungskraft im mittlerem Management ist. Es gibt von viel mehr Seiten Erwartungen; es ist viel komplexer.

Mit fällt noch kein neuer Begriff dafür ein. Vielleicht haben Sie Vorschläge? Dann schreiben Sie doch einfach einen Kommentar zu diesem Blog-Artikel. Ich bin gespannt.

Monster des Alltags – Die Erwartung

Heute stelle ich ein weiteres „Monster des Alltags“ von Christian Moser vor. Dieses Mal geht es um die Erwartung.

Die Erwartung

Sehen Sie einmal auf den Zettel, den dieses Monster in der Hand hält. Darauf steht: Ich dachte, du wüsstest, dass ich dachte, du wüsstest… Kennen Sie solche Kollegen auch?

Wenn Sie z.B. als Führungskraft bestimmte Erwartungen an Ihre Mitarbeiter haben, dann sollten Sie nicht davon ausgehen, dass diese in der Lage sind richtig zu erraten, was Sie erwarten. Besser wäre es, Sie würden Ihre Erwartungen genau formulieren. Kommunikation hilft in diesem Falle sehr und stellt eine bessere Alternative dar.

Das Gleiche gilt für die umgekehrte Situation. Als Mitarbeiter sollten Sie nicht glauben, Sie wüssten, was Ihr Chef von Ihnen erwartet. Wenn Sie nicht nachfragen, sondern stattdessen das bearbeiten, von dem Sie glauben zu wissen, was ihr Chef von Ihnen erwartet, dann werden Sie leider in den meisten Fällen am Ende feststellen, dass Sie seine Erwartungen nicht getroffen haben. Das führt zu einer hohen Unzufriedenheit, weil Sie im Zweifel „für die Tonne“ gearbeitet haben und wieder von vorne anfangen müssen. Sie haben also unnötig Zeit und Energie verschwendet.

Also: nicht raten, sondern fragen. Nicht still erwarten, sondern sagen. Das spart Nerven auf beiden Seiten.

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Ihnen gefallen die Monster so gut, dass Sie sie als Postkarte an Kollegen verteilen möchten oder sich selbst immer mal wieder daran erinnern wollen? Hier können Sie das Postkarten-Set bestellen: