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Neue Wege ausprobieren

Schild gewundene strasse

Sie haben doch sicherlich auch ein Navi im Auto? Seitdem wir eins haben, frage ich mich, ob sich das auf meinen Orientierungssinn negativ auswirken wird und ich mich zu sehr auf das Gerät verlassen werde. Außerdem frage ich mich, ob meine Kinder die Fähigkeit, Karten zu lesen und sich zu orientieren gar nicht mehr lernen werden. Oder werden sie diese Fähigkeit nicht mehr benötigen?

In den vergangenen Tagen habe ich zwei unterschiedliche Erfahrungen mit dem Navi gemacht.

An einem Tag habe ich mich zu sehr auf das Navi verlassen und mein Gehirn ausgestellt. Ich wollte vom Norden in den Süden Hannovers fahren. Man kann aber nicht am Kreuz Hannover-Ost von der A2 auf die A7 wechseln. Diese Baustelle gibt es schon seit mehreren Monaten und ich weiß das eigentlich auch. Trotzdem bin ich einfach losgefahren. Wenn ich kein Navi gehabt hätte, hätte ich mich auf meine Ortskenntnisse verlassen und wäre gleich einen anderen Weg gefahren. So hatte ich die Wahl zwischen einem langen Stau oder einem Umweg. Ich habe mich für den Umweg entschieden.

An einem anderen Tag hatte ich einen anderen Weg im Kopf, als der den das Navi angezeigt hat. Ich war überrascht, denn ich kenne die Strecke und die Gegend genau. Trotzdem bin ich dem Navi gefolgt, weil ich mir dachte, ich könnte ja mal einen anderen Weg, als den gewohnten ausprobieren. Und tatsächlich. Der Weg, den mir das Navi angezeigt hat, war der bessere, weil ich so ca. 6 Ampeln eingespart habe.

Warum erzähle ich Ihnen davon?

Ich bin überzeugt davon, dass es gut ist, im Leben immer mal wieder neue Wege auszuprobieren. Einfach die gewohnten Pfade zu verlassen. Vielleicht bekommt man einen guten Rat, vielleicht macht man einen Umweg, vielleicht steckt man auch mal fest und kommt nicht weiter. Aber vielleicht entdeckt man etwas Interessantes am Wegesrand oder findet einen neuen und besseren Weg. Dies läßt sich natürlich auch auf die Arbeitswelt übertragen.

  • Wann haben Sie sich das letzte Mal mit den Kollegen die Zeit genommen, zu analysieren, wie Sie arbeiten?
  • Wann haben Sie überprüft, ob die Routinetätigkeiten noch sinnvoll sind?
  • Passt Ihr Ablagesystem noch zu den Prozessen?
  • Wie verlaufen die Kommunikationswege?

 


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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Waldweg

Heute möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in mein Privatleben geben, weil ich im Moment feststelle, wie sehr auch ich selbst an Gewohnheiten hänge.

Diese Woche läuft bei uns einiges anders, weil mein Sohn vom Kindergarten aus im Wald ist. D.h. ich muss ihn morgens zu einer bestimmten Uhrzeit zum Wald bringen und hole ihn nachmittags wieder dort ab. Ich finde es schön, dass er eine Woche lang seine Zeit im Wald verbringt, aber bei uns kommt einiges durcheinander:

  • ich muss mich morgens mehr beeilen, da auch der Weg zum Wald weiter ist, als zum Kindergarten
  • ich muss mich nachmittags mehr beeilen, da ich ihn eine halbe Stunde früher abholen muss
  • da er im Wald kein warmes Mittagessen bekommt, esse ich jetzt auch mittags nur ein belegtes Brötchen
  • dafür muss ich jetzt abends warm kochen
  • da mein Sohn den ganzen Vormittag nicht wie sonst im Sandkasten spielen kann, gehen wir jetzt nachmittags immer noch auf den Spielplatz.

Die Kleinigkeit „‚Waldwoche“ hat also eine ganze Reihe an Auswirkungen und erfordert von mir, meine Gewohnheiten fallen zu lassen. Nun frage ich mich, wo in meinem Leben ich sonst noch zu sehr an Gewohnheiten hänge und vielleicht – zumindest für einen gewissen Zeitraum – mal was Neues ausprobieren könnte.

Welche Gewohnheiten und Routinen wollen Sie hinterfragen? Was wollen Sie heute mal anders machen, also sonst?

Fastenzeit für neue Gewohnheiten nutzen

Schokoladenkuchen

Die diesjährige Fastenzeit, die von Aschermittwoch bis Ostern geht, hat nun begonnen. Ich kenne viele Leute, die in dieser Zeit auf Dinge verzichten, ohne dies aus einer religiösen Motivation zu tun.

Worauf wollen Sie in den nächsten Wochen verzichten?

Hier ein paar Ideen von mir:

  • im Büro statt Kaffee Kräutertee oder Wasser trinken
  • in Besprechungen keine Kekse essen
  • nicht mehr bei jeder neuen Aufgabe „Ja“ sagen, sondern kurz überlegen, ob man wirklich die Zeit dafür hat und ein „Nein“ vielleicht besser wäre
  • leerer Schreibtisch (also auf Papierstapel verzichten)
  • nicht über Kollegen lästern

Und da die Fastenzeit 40 Tage dauert, könnte daraus auch eine grundsätzliche neue Gewohnheit werden, da das ungefähr dem Zeitraum entspricht, den man braucht, um eine neue Gewohnheit zu etablieren.