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Arbeiten 4.0 – Das Weißbuch

In den letzten beiden Blogartikeln habe ich berichtet, dass das Thema „Digitaler Wandel“ immer mehr in den Unternehmen ankommt und dort intensiv diskutiert wird. Auch auf der politischen Ebene wurden einige Workshops zu diesem Thema durchgeführt. Die Ergebnisse sind auf dieser Web-Seite dokumtentiert: www.arbeitenviernull.de

Es geht dabei um folgende Frage: Wie können wir das Leitbild der „Guten Arbeit“ auch im digitalen und gesellschaftlichen Wandel erhalten oder sogar stärken?

Im „Grünbuch“ wurden wichtige Fragen zusammengetragen. Im „Weißbuch“ die Lösungsansätze dazu.

Im ersten Kapitel werden Trends und Treiber aufgeführt. Im zweiten Kapitel sind Spannungsfelder und Gestaltungsbedarf umrissen. Daraus wurde dann im dritten Kapitel das Leitbild „Gute Arbeit im digitalen Wandel“ entwickelt. Im Kapitel 4 werden gemeinsam erarbeitete Lösungsansätze präsentiert. Im fünften Kapitel geht es darum, Arbeit weiterzudenken.

Im folgenden Video stelle ich die Web-Seite, das Weißbuch, weitere Dokumente und einen Selbsttest vor:

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Führungskultur – Führen mit Kultur

Welche Führungskultur gibt es in Ihrem Unternehmen? Und wie wird sie gelebt? In diesem Artikel gehe ich der Frage nach, wie man mit Kultur führen kann.


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Kultur und Werte

In einer Leistungskultur gibt es jedes Jahr neue Zielvorgaben, die die Mitarbeiter erreichen sollen. Es werden in der Regel finanzielle Anreize geschaffen. Dadurch werden die Mitarbeiter motiviert.

Was aber, wenn man diesen Punkt ändert? Wenn man statt mit Zielen, mit Kultur führt?

Dann müssen die Mitarbeiter nicht länger motiviert werden. Man muss auch keine Ziele vorgeben, die erreicht werden sollen.

Die Kulturperspektive stellt einen Richtungswechsel dar:

  • Kultur stellt die Frage, was uns wichtig und bedeutsam ist.
  • Was sind unsere gemeinsamen Wertvorstellungen und wie wollen wir sie in unseren Leistungen verwirklichen?
  • Welchen Beitrag wollen wir mit unseren Leistungen und Produkten erbringen?
  • Wie kultivieren wir die dafür nötigen Veränderungen und Veränderungsfähigkeit?
  • Welchen Nutzen bewirken wir?

Führung mit Kultur ist effizient

Fremdsteuerung mit Vorgaben, Belohnung und Kontrolle kostet viel Zeit und Geld.

Selbststeuerung mit Kultur setzt dagegen auf Lösungen, Lernen und Konsequenzen.

Aber wie kann man eine solche Veränderung implementieren?

 

Viele Unternehmen erstellen ein Leitbild.

Einen Katalog von Unternehmenswerten durch die Geschäftsleitung zu verabschieden und dann mit einer Kommunikationskampagne zu verbreiten, funktioniert allerdings effektiv nicht.

 

 

Besser ist es, wenn die Managementebene als Vorbilder agieren. So steht die Führungskultur nicht nur auf dem Papier, sondern wird tatsächlich täglich gelebt.

Dabei sollten Sie beachten, dass ein Vorbild nicht wegen seiner Hierarchie oder Autorität funktioniert. Das Gegenteil ist richtig: Autorität und Hierarchie funktionieren wegen des glaubwürdigen Vorbildes.

Ich empfehle Ihnen sich etwas Zeit zu nehmen und zu überlegen, welche Wahrnehmung Ihre Mitarbeiter von Ihnen bekommen sollen. Dabei helfen Ihnen folgende Fragen:

Ich persönlich finde den Punkt „Welche Symbole kommunizieren am besten meine Einstellung und Werte?“ am interessantesten. Hier sehe ich häufig einen Widerspruch. Beispiel: Wollen Sie eigentlich kommunizieren, dass alle Mitarbeiter gleich wichtig für das Unternehmen sind, aber Sie sitzen als Einziger in einem Einzelbüro? Warum haben nur Sie den Vorteil, die Tür hinter sich schließen zu können, um in Ruhe arbeiten zu können? Sind Sie auch der Einzige, der eine Pflanze im Büro stehen haben darf? Sitzen nur Sie an einem schönen Schreibtisch aus Holz und Ihre Mitarbeiter an grauen Tischen? Ist Ihr Tisch höhenverstellbar, aber einer Ihrer Mitarbeiter ist regelmäßig wegen Rückenbeschwerden krank?

Mein Tipp: Lassen Sie den Lippenbekenntnissen Taten folgen!

Im nächsten Artikel lernen Sie die 5 Phasen der Kulturveränderung kennen.

 

 

Zielhierarchie

Ziele sind wichtig, um sein Handeln auszurichten. Außerdem helfen Ziele, in der täglichen Arbeit Prioritäten zu setzen. Wenn Sie Ihre Aufgaben entsprechend der Eisenhower-Matrix priorisieren, dann stellt sich ja immer die Frage, woran Sie festmachen können, ob eine Aufgabe wichtiger oder weniger wichtig ist. Dabei kann die Fokussierung auf die (Unternehmens-)Ziele sehr hilfreich sein. Wie Ziele formuliert sein sollten (SMART-Formel) habe ich in diesem Blog bereits erwähnt.

Heute geht es um Hierarchien von Zielen. Man beginnt dabei allgemeinen Aussagen und wird Schritt für Schritt konkreter.

Zielhierarchie

  1. Stufe: GRUNDWERTE oder LEITBILD des Unternehmens -> sind allgemein gültig und gelten langfristig, z.B. Aussagen über die Art und Weise des Umgangs mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten.
  2. Stufe: VISION -> 5-Jahres-Horizont, der konkrete Weg bzw. die Strategie zur Erreichung der Vision sind aber noch nicht festgelegt.
  3. Stufe: STRATEGIE -> 2-3-Jahres-Horizont, geplante Verhaltensweise zur Erreichung der Vision; die Vision wird konkretisiert.
  4. Stufe: ZIELE -> 1-Jahres-Horizont, Absichten sind keine Ziele! Nutzen Sie die SMART-Formel für die Konkretisierung der Ziele.
  5. Stufe: MASSNAHMEN -> sofort