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Praktische Helfer im Workshop

In der folgenden Liste erhalten Sie einen Überblick über praktische Helfer für Ihre Workshops oder Seminare.

Eckspannmappe für den Transport von vorgeschriebenen Moderationskarten

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Gürteltasche für Moderationsmaterial

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Transportrolle für Flipchartblätter

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Warum es wichtig ist, das Flipchart-Papier richtig aufzuhängen

Sie wundern sich vielleicht, warum ich extra etwas zu Flipchartblätter erzähle. Der Grund ist ganz einfach:
Häufig wird ein entscheidender Fehler gemacht:
Das Flipchart-Papier wird so aufgehängt, dass man die Quadrate sieht.

Das hat einen großen Nachteil: Beim Schreiben orientiert man sich zu sehr an den Kästchen. So wirkt der Text sehr starr.

Wenn Sie dagegen den Flipchart-Block umdrehen, sehen Ihre Teilnehmer ein weißes Blatt, auf dem Sie viel besser Ihren Text auch mal schräg platzieren können. Das sieht viel dynamischer aus. Falls Sie doch Ihren Text exakt auf einer Linie schreiben möchten, ist auch das kein Problem. Sie sehen die Kästchen durchscheinen, wenn Sie nah am Flipchart stehen.

Flipchart-üpapier, das überall hängt

Vielleicht führen Sie Qualitätszirkel oder Gesundheitszirkel in der Produktion Ihres Unternehmens durch. Oder Sie möchten mit den Kollegen aus der Werkstatt Lösungsideen für ein bestimmtes akutes Problem sammeln. Da haben Sie sicherlich keine Lust den schweren und unhandlichen Flipchart-Ständer über das Werksgelände zu tragen. Womöglich gäbe es auch gar keinen richtigen Platz dafür. In diesem Fall empfehle ich Ihnen ein statisch aufgeladenes Flipchartblatt zu nutzen. Dieses können sie an den meisten Flächen anheften. Also z.B. an ein Fenster, am Stahlschrank, an eine Tür oder Wand. Dieses Flipchartblatt kann ganz normal beschrieben werden und es haften auch normale Moderationskarten aus Papier daran. So bleiben Sie flexibel.

Dem Flipchart einen tollen Rahmen geben

In dem folgenden Video zeige ich eine einfache Methode, ein Flipchart-Blatt schöner zu gestalten.

Dabei füge ich die Überschrift in einem Banner ein. D.h. ich schreibe zuerst die Überschrift und male dann den Banner. Auf was Sie dabei genau achten sollten erkläre ich Ihnen Schritt-für-Schritt.

Außerdem male ich auf dem Flipchart einen Rahmen für den Text. Das sieht, wie ich finde, toll aus. Auch wenn man die Flipcharts aufhängt, sieht man durch den Rahmen, wo welches Blatt (also Thema) beginnt und wo ein neues Thema anfängt.

Für die Gestaltung des Flipcharts sollten Sie allerdings nur 2-3 Farben nutzen. Sonst wird es zu bunt und das schadet mehr, als dass es hilft. Besonders gut gefallen mir Grau und Ocker-Gold als „BigOne“ von Neuland.

Aber sehen Sie selbst:

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Tipps für Mutige

Ja, ich weiß, Sie können nicht so gut zeichnen. Deswegen…

Tipps für Mutige von Tanja Föhr

Vielleicht geht es Ihnen so wie mir. Ich kann nicht besonders gut zeichnen. Und schon gar nicht spontan im Seminar, wenn ich am Flipchart stehe.

Wenn ich Ruhe habe, eine Vorlage mit dem Symbol und jederzeit wieder von vorne beginnen kann, dann geht es. Aber sonst fehlt mir der Mut.

Daher finde ich die Postkarte von Tanja Föhr mit den Tipps für Mutige sehr hilfreich, denn sie zeigt auch hier wieder, wie einfach es sein kann.

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Ein neuer Trend – das visuelle Protokoll

Haben Sie schon einmal etwas von „Graphic Recording“ gehört? Ich selbst habe in einem Workshop einen Graphic Recorder bei seiner Arbeit beobachten dürfen. Es ist eine sehr faszinierende Technik.

Was hinter dieser Visualisierungstechnik steckt, wie sie funktioniert, wie davon Unternehmen profitieren können und wie man diese Technik erlenen kann, habe ich Mathias Weitbrecht von Visual Facilitators gefragt.

Meike Kranz: Herr Weitbrecht, bitte erklären Sie mit ein paar Worten „Graphic Recording“.

Mathias Weitbrecht: Bei Graphic Recording geht es um das visuelle Dokumentieren was in einem Workshop, einem Vortrag oder in einem World Café gesprochen und präsentiert wird. Es handelt sich also um das Erfassen der Inhalte eines Sprechers oder einer Gruppe mit der Absicht, gemeinsames Verständnis, Einsichten und Lernen zu ermöglichen – als großes Wandbild oder digital. Das passiert in der Regel live in Echtzeit – Es entsteht ein visuelles Protokoll…

Meike Kranz: Dann müssen Sie ja richtig gut zeichnen können.

Mathias Weitbrecht: Wir sprechen von “Visualisieren”, denn wir schreiben ja auch ganz viel. Das Zeichnen ist also nur ein Teil der Methode. Und nichtmal der Wichtigste: Vielmehr geht es darum, komplexe Inhalte zu verstehen, zu filtern, auf ihre Essenz zu reduzieren und dann erst teilweise in Bilder zu übersetzen. Dabei ist auch meine Fähigkeit des Zuhören gefragt. Erst dann wandle ich die gesagten Worte in Zeichnungen um. Zum Beispiel: Eine Idee wird zu Glühbirne, ein Telefonhörer symbolisiert Kommunikation, eine Aktentasche kann für Geschäfte stehen. Ein Strichmännchen mit einem Trichter über dem Kopf und darüber viele „i“ bedeutet Informationssammlung. Häufig liefern die Sprecher die passenden Bilder selbst, z.B. wenn von einem Kompass die Rede ist, mit dem das Unternehmen durch die globalisierte Welt navigieren muss.

Meike Kranz: Für die Visualisierungen benötigen Sie viel Platz. Oft sind es regelrechte Papierbanner, die auch mal 1,5 m hoch und 3,5 m lang sind. Wie teilen Sie sich den Platz ein – das ist mein größtes Problem schon alleine an einem Flipchartblatt.

Mathias Weitbrecht: Ich plane durchaus den Platz, z.B. anhand der Anzahl der Sprecher oder inhaltlicher Schwerpunkte. Der Rest ist eine große Portion Intuition, sowie Erfahrung: Es entwickelt sich im Laufe der Live-Visualisierung. Ich fange ja nicht immer links oben an und höre rechts unten auf. Oft springe ich viel hin und her. Es sind ja auch nicht nur Zeichnungen, sondern auch Wörter, die das Bild ergänzen. Stichworte oder auch kurze Sätze.

Meike Kranz: Inwiefern profitieren Unternehmen davon, wenn eine Tagung oder Diskussion visualisiert wird?

Mathias Weitbrecht: Wenn z.B. ein Unternehmen mit allen Mitarbeitern ein World Café durchführt, dann werden zu unterschiedlichen Themen parallele Gespräche geführt. Hier liegt der hohe Wert darin, die vielen verschiedenen Perspektiven für die Teilnehmer sichtbar werden zu lassen und ihnen einen vernetzen Überblick zu schenken. Dann sehen sie etwas, was sie vorher nicht wahrgenommen haben. Daraus können neue Ideen und Lösungen entstehen.

Meike Kranz: So, wie Sie es beschreiben, sollte eigentlich jedes Unternehmen in seinen Besprechungen und Projektmeetings Graphic Recording einsetzen. Also weg von überladenen PowerPoint-Präsentationen hin zu lebendiger Visualisierung. Wie kann man diese Technik lernen?

Mathias Weitbrecht: PowerPoint hat durchaus seinen Wert: zum Liefern der Informationen. Nicht aber zum Nachhalten der Inhalte nach einem Event! Da kommen “Big Pictures” wie ein Graphic Recording ins Spiel. Dur Grundlagen dazu hat jeder Mensch: Jeder ist in der Lage, einfache Formen zu zeichnen. Visualisierung ist auch nicht Kunst oder Illustration. Oft reicht es aus, wenn man eine Zeichnung zu 20% erkennt. Unser Gehirn ist abstraktionsfähig, daher können wir auch die einfachsten Formen erkennen und weiterverarbeiten. Wir, Malte von Tiesenhausen und ich, bieten einen Online-Kurs an, in dem wir den Teilnehmern zeigen, welche Grundlagen Sie benötigen und wie der Transfer in die eigene Arbeit funktioniert. Die Teilnehmer erhalten ein Start-Paket und Handbücher. Außerdem erklären wir alles in einzelnen Videos. Und natürlich vielen Übungen.

Meike Kranz: Ich muss also nicht bereits gut zeichnen können?

Mathias Weitbrecht: Nein. Visualisierungen müssen nicht schön sein, sie müssen einfach nur funktionieren. Die wichtigsten Voraussetzungen für unseren Kurs sind zum einen, dass Sie bereit sind, sich darauf einzulassen und zum anderen Mut, etwas zu visualisieren.

Meike Kranz: Vielen Dank für diesen kurzen Einstieg in das Thema Visualisierung und Graphic Recording.


Über den Autor

Mathias Weitbrecht ist Visualisierungsexperte und einer der gefragtesten Graphic Facilitator und Graphic Recorder Deutschlands. Mittels bildunterstützter Facilitation und visuellen Live-Protokollen trägt er dazu bei, dass Meetings, Projekte und Konferenzen Kommunikationsziele erreichen, strategische Potenziale nutzen und neue Lösungen kreieren können. Er kann komplexe Zusammenhänge mit einfach verständlich machen und schenkt durch seine Arbeit erweiterte Perspektiven und die Unterstützung von Co-Kreation.
Er ist der Begründer von Visual Facilitators. Mit dem ca. 20-köpfigen Team unterstützt er Events jeder Art, an jedem Ort und in jeder Größe.

Kontakt: http://visualfacilitators.com/

Was ist Graphic Recording?

Graphic Recording (visuelle Dokumentation) heißt live grafisch aufnehmen bzw. festhalten (engl. to record = aufnehmen). Im Englischen sind außerdem die Begriffe Visual Recording oder Scribing gebräuchlich. Gemeint ist die Anfertigung eines visuellen Verlaufsprotokolls während einer Veranstaltung, ohne aktiv in den Prozess einzugreifen. Der Graphic Recorder arbeitet in der Regel mit einem Facilitator (Moderator/Prozessbegleiter) zusammen. Je nach angewandter Technik entstehen beim Graphic Recording entweder großflächige Visualisierungen, die bis zu mehrere Quadratmeter umfassen können, oder Bildwände, welche sich aus vielen kleinen Bildkarten zusammensetzen. Durch die Verbreitung von Tablet-Computern, Grafiktabletts und entsprechender Software ist Graphic Recording inzwischen auch digital möglich.

Quelle: Wikipedia

Bücher zum Erlenen von Graphic Recording

In der folgenden Liste stelle ich Ihnen Bücher vor, mit denen Sie die Technik des Graphic Recording lernen können.

Graphic Recording, eine Technik zum Live-Illustrieren von Präsentationen, Workshops und Tagungen, wird immer beliebter und verbreitet sich rasant. Mit Graphic Recording: Eine Anleitung zum Illustrieren von Meetings, Konferenzen und Workshops erscheint erstmals ein Handbuch, das die Techniken des Graphic Recording vermittelt und ihren effektiven Einsatz in Präsentationen und Meetings erläutert. Neben Mitherausgeberin und Fachfrau Anna Lena Schiller, die in diesem Buch ihre Expertise teilt, gewähren auch andere Graphic Recorder Einblick in ihre Werkzeugkisten und Arbeitsweisen: Jongens van de Tekeningen verfolgt die Grundidee, das Graphic Recording einfach und konkret sein sollte. Deutlich wird dies in seiner farbreduzierten Visualisierung der Force11-Konferenz auf leuchtend blauem Papier. Eine über neun Meter lange visuelle Dokumentation von Bigger Picture verdeutlich den Gesprächsverlauf während der Re:New-Konferenz und hebt die inhaltlichen Verknüpfungen hevor. Joel Cooper nutzt Auszüge aus dem Twitterfeed seines Klienten, um zusammen mit Präsentationskommentaren eine Vielzahl von zusammenhängenden Themen unterzubringen. Damit ist auch gezeigt, wie Graphic Recording auf mehr als das vor Ort gehörte zurückgreifen kann.
Graphic Recording. Eine Einleitung zum Illustrieren von Meetings, Konferenzen und Workshops


Visuell erfassen, festhalten, lernen, präsentieren – ob privat oder beruflich: Sketchnotes und Graphic Recording sind unbegrenzt einsetzbar. Aber wie lassen sich komplexe Inhalte oder gar Prozesse überhaupt in Bilder »übersetzen«?

In dieser Anleitung lernen Sie zunächst das Basisbildvokabular kennen, das auch für Ungeübte und Nichtzeichner leicht umzusetzen ist. Anschließend zeigt Ihnen die Grafikerin Anja Weiss, wie Sie Zusammenhänge in Bildern darstellen – vom kleineren Sketchnotes-Format bis zum grafischen Verlaufsprotokoll in Wandgröße.

Zeichnen macht vor allem eins: Freude! Mit zahlreichen Beispielen, Anregungen, Übungen und Tipps zum simultanen Zeichnen vor Publikum finden Sie hier einen leichten Zugang zu den Techniken der Visualisierung.
Sketchnotes & Graphic Recording: Eine Anleitung

In dieser Lernlandkarte finden Sie alles Wichtige für einen Einstieg in die Welt der Visualisierung und visuellen Moderation. Visual Facilitating & Graphic Recording – das bedeutet mit Grafik, Text und Bildern die Kommunikation in Gruppen zu erleichtern. Entdecken Sie ein junges Berufsbild und nutzen Sie Visualisierung für Ihre eigene Arbeit. Sei es im Meeting, im Workshop und Training, auf einer Tagung, im Unterricht oder Studium. Das Besondere dieser Lernlandkarte ist, dass sie gleich zeigt, worum es geht. Mit wenigen Worten und treffenden Bildern können Sie Inhalte schnell erfassen, verbinden und verinnerlichen. Die Lernlandkarte Nr. 4 ist neu in der Neuland-Reihe und bringt Sie schnell in dieses spannende Thema!
Lernlandkarte Nr. 4 – Visual Facilitating (Lernlandkarten / Knowledgemaps)

 

 

 

Visualisierung ist zur Schlüsselmethode für Veranstaltungen, Prozessgestaltung und Präsentation geworden. Ohne sie sind das Lösen komplexer Fragestellungen, die Integration verschiedener Sichtweisen, Sprachen und Kulturen aber auch sachlicher wie intuitiver und emotionaler Aspekte kaum mehr zu bewerkstelligen.

Mathias Weitbrecht beantwortet in seinem Buch – unterstützt von Experten, die Gastbeiträge lieferten – folgende Fragen:
Wie kann Visualisierung eingesetzt werden, um einfache bis facettenreiche Inhalte gekonnt zu verbinden?
Mit welchen Methoden kann sie Hand in Hand gehen?
Was sollten Auftraggeber, Ausführende und Begleiter voneinander wissen, um Projekte und Events erfolgreich zu meistern?
Was macht ein Team aus Visualisierern, Facilitatoren, Trainern, Moderatoren, Change-Beratern zu einem Team der Co-Creation?

Gemeinsam werden sie zu kraftvollen Gestaltern des Wandels. Sie nutzen Potenziale der Einzelnen wie die kollektive Intelligenz. Sie managen Komplexität. Sie schaffen Räume für neue Lösungen.
Co-Create!: Das Visualisierungs-Buch

Wünschst du dir, deine Ideen verständlicher und auf den Punkt zu vermitteln? Du möchtest beim Arbeiten an Lösungsstrategien die Potenziale aller Teilnehmer voll ausschöpfen? Oder du möchtest bei Vorträgen oder Präsentationen Inhalte so vermitteln, dass deine Zuhörer den Informationsfluten nicht durch geistige Abwesenheit trotzen? Dann ist dieses Buch die Lösung ….

… denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Das gilt für die immer komplexer werdende Welt mehr denn je. Wer das Visualisieren beherrscht, findet schnell eine gemeinsame Ebene und einen gemeinsamen Zugang, der nicht durch Worte verdeckt ist.

Du kannst gar nicht zeichnen? Du hast kein Talent? Falsch!
Mit diesem Buch wirst du den Zeichner in dir entdecken. Nutze die Visualisierung, um nachhaltiger zu erklären, und als ganz neue Ressourcen bei der Ideenentwicklung. Der Cartoonpreisträger und Visualisierungsexperte Malte von Tiesenhausen inspiriert dich in diesem Buch, selbst den Stift in die Hand zu nehmen und ihn nicht wieder loszulassen. In unterhaltsamer und aufgelockerter Art und Weise stellt er Methoden und Techniken vor, wie du selbst die Kraft der Bilder nutzt und deinen Fokus auf die Welt erweiterst.
ad hoc visualisieren: denken sichtbar machen

Seminare zum Erlernen von Graphic Recording

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es sehr beeindruckend ist, jemanden dabei zu beobachten, wie er einen Workshop an einer Pinnwand live dokumentiert. Um diese Technik zu erlernen, reicht für viele von uns nicht ein Buch aus. Es ist natürlich besser, ein entsprechendes Seminar zu besuchen.

Tanja Föhr

Ich habe Tanja Föhr in einem Workshop kennengelernt. Sie bietet Inhouse-Seminare zum Erlernen Graphic-Recording-Methode an. Mehr Informationen gibt es auf ihrer Web-Seite:

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von tanjafoehr.com zu laden.

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Einen kleinen Eindruck von Tanja Föhr und Ihre Arbeit erhalten Sie außerdem hier:

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.slideshare.net zu laden.

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VizTrain

Einen Online-Kurs bieten Mathias Weitbrecht und Malte von Tiesenhausen von VizTrain an. Die Vorteile: man kann sofort beginnen und lernt bei sich zu Hause. Einen kurzen Eindruck erhalten Sie hier:

Vimeo

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Über unseren Onlinekurs für Visualisierung “VizTrain” – Teaser from Visual Facilitators on Vimeo.

Mehr Informationen zum Onlinekurs können Sie hier anfordern: Online-Kurs

Bikablo Akademie

Martin Haussmann und Karina Antons, Leiter der bikablo® Akademie, veranstalten regelmäßig offene Seminare über 3 Tage. Weitere Infos finden Sie hier:

Bikablo Akademie

Rhetorik Helden

Die Rhetorik Helden veranstalten regelmäßig in ganz Deutschland Workshops zum Erlernen der Technik und Inhouse-Seminare an. Mehr dazu hier:

Rhetorikhelden

skilleria

Ute Apfel veranstaltet Workshops in Frankfurt: einen Anfänger- und einen Aufbau-Kurs. Weitere Infos dazu finden Sie hier:

Skilleria

Strategie- und Lösungspotential von LEGO™ Serious Play™

In diesem Gastartikel erklärt Michael Tarnowski von Plays-in-Business LEGO™ Serious Play™, mit der Teams komplexe Probleme lösen können.


Komplizierte und komplexe Probleme

In unserer derzeitigen Welt sind sehr viele Probleme schwierig oder unmöglich zu lösen. Dies liegt an unvollständigen, widersprüchlichen und sich ändernden Anforderungen, die oft auch nur schwer zu erkennen sind. Solche Probleme nennen wir umgangssprachlich kompliziert oder komplex. Nach Dave Snowdons Cynefin-Framework sind kompliziert und komplex aber zwei verschiedene Dinge.

Komplizierte Problemecomplicated problems – haben erkennbare Ursache-Wirkung-Beziehungen. Im Gegensatz zu einfachen Problemen sind diese nur aufwändiger zu entdecken. Wir müssen mehr Analysen und Expertenwissen investieren, um sie erkennen zu können. Zur Lösung komplizierter Probleme können wir best practices entwickeln. Ein Flugsimulator ist beispielsweise ein kompliziertes Problem.

Komplexe Problemecomplex problems – dagegen haben keine klare Ursache-Wirkung-Beziehungen. Die Auswirkung einer Aktion können wir höchstens im Nachhinein erkennen (und auch das nicht immer). Komplexe Probleme können wir nicht mehr mit klassischen „Kontroll“ansätzen lösen. Es ist nicht mehr planbar, was das Ergebnis sein wird. Wir müssen uns auf Unsicherheiten in der Vorhersagbarkeit einlassen. Komplexe Probleme können wir nur durch emergente Lösungsansätze, die sich schrittweise entwickeln, lösen. Autonomes Fahren ist ein Beispiel für komplexe Probleme. Zur Lösung braucht man z.B. maschinelles Lernen.

Entwickeln die beteiligten Personen zusätzlich noch große Widerstände, das Problem zu lösen, weil die Lösungen „bösartige” Konsequenzen haben, sprechen wir von wicked problems (Wikipedia). Wicked problems versuchen wir Menschen so lange wie möglich zu umgehen und Auszusitzen.

Wicked problems sind sehr oft unternehmensintern konfliktträchtige, hochpolitische Themen, die eine große Sensibilität und einen psychologisch geschützten Raum zu ihrer Darstellung erfordern. Themen wie Unternehmensfusionen (M&A, Merger & Acquisitions), Personalveränderungen, organisatorische Veränderungen (Neu-Design) und ähnliche human-centric topics zählen beispielsweise dazu.

Auf Managementebene haben sich in den letzten zehn Jahren mehrere Methoden für die Lösung komplexer Problemen oder wicked problems etabliert. Diesen Methoden ist gemeinsam, dass sie nicht gleich das offensichtliche Problem lösen, sondern erst weitere, tiefer liegende Probleme identifizieren und sich dann durch Prototyping auf mögliche Lösungen – evtl. dann eine Lösung – konzentrieren. Man spricht von divergentem und konvergentem Denken. Das Problem wird erst in mehrer einzelne Probleme aufgespalten, um das ursächliche Problem zu identifizieren. Gleiches geschieht im nächsten Schritt mit der potentiellen Lösung. Auch sie wird in mehrere Alternativen aufgespalten, um dann eine der Lösungen zu favorisieren.

(Foto: Michael Tarnowski, Play-in-Business.com)

Die bekanntesten dieser Methoden sind Design Thinking, Innovation Games™ und LEGO™ Serious Play™.

LEGO™ Serious Play™


LEGO™ Serious Play™ (LSP im weiteren) ist eine der wenigen Methoden, die sowohl den sogn. Problemraum öffnet, alternative Lösungen zeigt und ggfs. auf eine Lösung fokussiert, als auch den Teilnehmern ein Arbeiten in einem psychologisch geschützten Raum gewährleistet.

 

(Foto: Michael Tarnowski, Plays-in-Business.com)

LSP ist eine strukturierte und time-box moderierte Methode, um Workshops (auf Management- oder Teamebene) durchzuführen. Sie wurde in den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts von Johan Roos und Bart Victor am International Institute for Management Development in Lausanne entwickelt.

In einem Workshop nach der LEGO™ Serious Play™-Methode werden strategische Entscheidungen und Problemlösungen durch den Bau und die metaphorische Interpretation von Lego-Modellen gewonnen. LSP erlaubt im Geschäftsumfeld mittels Lego-Modellen neue Ideen zu fördern, die Kommunikation zu verbessern und Problemlösungen zu beschleunigen.

Derzeit wird LSP auf Managementebene in den verschiedensten Bereichen auf Management- und Teamebene verwendet: unternehmensseitige Entwicklung von Strategie und Vision, Unternehmensfusionen (Merger & Acquisition), Personal- und Teamprobleme, Branding und Strategie der Produktentwicklung, Innovationsmanagement & Design Thinking.

Warum funktioniert LEGO™ Serious Play™?

LSP basiert auf mehreren psychologischen Grundlagen.

Flow. – Wir Menschen arbeiten am effektivsten, wenn wir uns in einem als beglückend erlebtem Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit befinden, dem sogn. “Flow” (Mihály Csíkszentmihályi). In diesem Zustand befinden wir uns am ehesten beim Spielen.

Serious Play. – Im zielgerichteten Spielen, serious play, können wir kreative, neue Ideen und innovative Lösungen für Probleme finden. Durch Modelle und Metaphern nimmt der Gegenstand des Spiels eine bestimmte Bedeutung an und abstrakte Konzepte werden verständlicher. So lassen sich formale Beziehungen, die sonst nur schwer zu begreifen wären, konkretisieren.
Wichtig ist, dass die Teilnehmer vor dem Bau des Modells nicht eine Art “Konstruktionsskizze” oder die Bedeutung vorab im Kopf entwerfen und dies dann umzusetzen versuchen. Ein solches Vorgehen lähmt die Kreativität und verhindert spontane Ideen. Die besondere Wirkung von LSP beruht darin, dass die Metapher und deren Interpretation erst während des Bauens entsteht.

Konstruktionismus. – Der Konstruktionismus basiert auf den Arbeiten des amerikanischen Mathematiker und Psychologen Seymour Papert. Papert zeigte, dass wir Menschen besonders dann etwas lernen, wenn wir etwas konstruieren, sei es die Gestaltung eines Produkts, der Bau eines Schiffsmodell oder das Schreiben eines Computerprogramms. Wenn wir reale Dinge konstruieren, dann konstruieren wir gleichzeitig Theorien und Kenntnisse in unserem Denken. Dieses neue Wissen ermöglicht uns den Bau weitaus komplexerer realer Dinge, was wiederum zu einem weiteren Wissensgewinn führt usw.

Hand-Gehirn-Verbindung. – Diese Verbindung ist sensorisch und motorisch besonders stark ausgeprägt. Unsere Hände sind mit 70-80% unserer Gehirnzellen verbunden. Forschungen haben ergeben, dass Denkprozesse in Verbindung mit körperlicher Bewegung und Empfindung – und insbesondere mit den Händen – zu einem tieferen und länger anhaltendem Verständnis der Umgebung und ihrer Möglichkeiten führen.
Darüber hinaus entsteht durch das manuelle Arbeiten mit den Legosteinen eine emotionale Verbindung zwischen Erbauer und Modell. Es ist “sein” Modell, “er” hat es “geschaffen”. Entscheidungen erhalten damit eine größere Verbindlichkeit.

Durch den ständigen Umgang mit den Legosteinen und das Bauen von metaphorischen Modellen werden die behandelten Themen nicht nur visualisiert, sondern im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“. Die Lego-Modelle dienen daher primär als visueller Anker für Diskussionen und Gespräche. So besteht ein Workshop auch nur zu ca. 20% Bauzeit mit Lego, aber 80% aus Diskussionen zwischen den Teilnehmern.

Ein typischer Workshop mit LEGO™ Serious Play™

Ein Workshop mit LSP hat immer ein Thema, das im Workshop diskutiert und behandelt werden soll. LSP bietet das Rahmenwerk und die Methoden, den Untersuchungsgegenstand auf verschiedenen Abstraktionsebenen (s.u.) zu thematisieren.

Ziel und Ergebnis jeden Workshops ist entweder ein tieferes Verständnis des Sachverhaltes oder konkrete Handlungs- und Aktionspunkte zur Problemlösung, die außerhalb des Workshops (in der Organisation) direkt umgesetzt werden können.

In der Auftragsklärung definieren Facilitator und Sponsor zusammen das Workshopthema und dessen Ergebnistiefe. Daraufhin entwirft der Facilitator dann den Workshop, d.h. er wählt die passenden LSP Anwendungstechniken und das Timing aus, die gewünschten Ergebnisse und Detaillierungen zu erzielen.

Ein Workshop mit LSP ist immer ergebnisoffen. Der Sponsor oder das obere Management können das Workshopergebnis nicht vorab festlegen und durch den Facilitator in den Workshop “hinein definieren”. Die Ergebnisse entstehen erst durch die Diskussionen und durch den Meinungsaustausch der Teilnehmer während des Workshops. Ein vordefiniertes Ergebnis fällt als Manipulation den Teilnehmern auf. In einem solchen Fall ziehen die Teilnehmer ihre Unterstützung und Mitarbeit sofort zurück und der Workshop wird sinnlos.

Ein typischer Workshop mit LSP hat bis zu 15-20 Teilnehmer und besteht mindestens aus den folgenden drei Blöcken:

  1. Einführung der Teilnehmer in die Methode (sofern notwendig).
  2. Bau und Austausch der persönlichen Sicht der Teilnehmer zum Thema.
    Der Facilitator stellt den Teilnehmern eine Frage. Jeder Teilnehmer baut als Antwort auf die Frage ein Lego-Modell, das er dann allen Teilnehmern am Tisch erklärt. Zum Beispiel:“Der Vorstand hat Ihnen heute vormittag die neue Unternehmensstrategie 2020 vorgestellt. Was können Sie persönlich zur Umsetzung beitragen? – Beschränken Sie sich bitte auf 2 Punkte. Sie haben 7 min zum Bau.”

    Jeder Teilnehmer baut sein Modell und bekommt die gleiche Redezeit wie alle anderen am Tisch, sein Modell zu erklären, z.B. 4 min.
    Die eigentliche Diskussion erfolgt, wenn der letzte Teilnehmer mit seiner Erklärung fertig ist. Dann dürfen auch Verständnisfragen zu den einzelnen Modellen gestellt werden.
  3. Bau und Diskussion der gemeinsamen Sicht der Teilnehmer. – Je nach Thema des Workshops können auch die Unterschiede dargestellt werden. Zum Beispiel:“Wir haben jetzt 14 verschiedene Modelle auf dem Tisch, wie Sie die neue Unternehmensstrategie 2020 unterstützen können. Konzentrieren Sie sich jetzt bitte auf Gemeinsamkeiten der Modelle. Bauen Sie dazu ein Modell, das diese Gemeinsamkeiten in Summe enthält. Am Ende muss sich jeder am Tisch in diesem Modell wiedererkennen bzw. diesem Modell zustimmen. Sie haben 30 min Zeit. ”

    Innerhalb der gegebenen Zeit müssen die Teilnehmer einen Konsens finden, den alle unterstützen und vertreten.

Bis auf dem ersten Schritt folgen alle Aktivitäten immer dem gleichen Schema:

  1. Der Facilitator stellt den Teilnehmern eine Aufgabe – Challenge.
  2. Die Teilnehmer bauen als Antwort ihre Lego-Modelle – Construction.
  3. Die Teilnehmer erklären ihre Modelle – Storytelling, Sharing.
  4. Die Teilnehmer konzentrieren sich auf offene Themen, stellen Verständnisfragen, fassen Punkte und Erkenntnisse zusammen – Reflection.

(Foto: Michael Tarnowski, Plays-in-Business.com)

Workshops mit LSP lasses sich leicht skalieren. Das Thema kann in 3-4 Stunden entweder mit 15 als auch mit 150 Teilnehmer behandelt werden. Bei größeren Gruppen bzw. Großgruppen-Workshops benötigt man allerdings entsprechend mehr Facilitatoren – Faustregel: ein Facilitator pro 20 Teilnehmer.
Außerdem muss man in den Workshop zusätzliche Aktivitäten einplanen, damit sich die Teilnehmern austauschen können: z.B. World Cafe oder die Basar-Technik (die Teilnehmer besuchen wie in einem Basar die Tische und lassen sich die Ergebnisse erklären).

Die 7 Abstraktionsebenen in LEGO™ Serious Play™

LSP ist ein Rahmenwerk, das aus 7 verschiedenen Reflexions- bzw. Abstraktionsebenen, application techniques (AT), besteht. Diese bauen nicht aufeinander auf. Sie können unabhängig voneinander in beliebiger Reihenfolge angewandt werden. Allerdings sollte jeder Workshop mit Technik AT1 beginnen.

 

1.Bau persönlicher Modelle und Geschichten.

Das Ziel ist, der Austausch von persönlichen Meinungen und Standpunkte der Teilnehmer untereinander.
Jeder Teilnehmer baut sein Modell und erklärt es der Gruppe.

(Foto: https://www.flickr.com/photos/billward/3640805316/in/photostream/)

 

2. Bau persönlicher gemeinsamer Modelle und Geschichten.

Das Ziel ist, ein gemeinsames Verständnis der Teilnehmer über das Thema des Workshops zu schaffen.
Die Teilnehmer bauen aus den Teilen der Einzelmodelle ein gemeinsames Modell und ergänzen es ggfs. durch weitere Aspekte (Steine).
(Foto: https://www.flickr.com/photos/billward/3640805084/in/photostream/)

 

 

3. Bau einer Landschaft (aus den Modellen).

Das Ziel ist, die Ansammlung und Verteilung der Modelle zu untersuchen.
Ähnlich einer systemischen Aufstellung werden die Einzelmodelle nach definierten Kriterien auf dem Tisch platziert. Fragen von Distanz und Nähe spielen hier eine Bedeutung.

(Foto: https://www.flickr.com/photos/marciookabe/27383252084/in/photostream/)

 

 

 

4. Schaffungen von Verbindungen.

Das Ziel ist, Verbindungen und Zusammenhänge zwischen den Einzelmodellen zu identifizieren: Abhängigkeiten, Schnittstellen, Bruchstellen.
Mit Lego-Verbindungselementen werden Modelle untereinander physisch verknüpft.
(Foto: https://www.flickr.com/photos/laservilletadepacoprieto/6249144656/)

 

 

5. Bau eines Systems.

Werden einzelne Modelle derart verbunden, das kaskadierende Effekte entstehen, liegt ein System vor. Das Ziel ist, solche Systeme und die entstehenden Effekte zu identifizieren und zu untersuchen.

6. Simulation von Emergenz und Entscheidungen.

Das Ziel ist, die Konsequenzen von potentiellen Entscheidungen zu untersuchen.
Durch das Spielen sogn. Szenarien werden die Konsequenzen von Entscheidungen simuliert. – “Was passiert wenn diese einen lose Verbindung durch eine feste Verbindung ersetzt wird?”

7. Ableitung einfacher Leitprinzipien.

Diese Technik dient dem Transfer der Workshopergebnisse in die Organisation bzw. reale Welt. Für die spätere Umsetzung werden für die Ergebnisse Aktionspunkte, Leitprinzipien definiert. Dies geschieht durch den Bau von Lego-Modellen oder Notizen auf Flipchart oder Post-Its.

(Foto: Michael Tarnowski, Plays-in-Business.com)

 

Die Rolle des Facilitators

Der Facilitator nimmt eine zentrale Rolle in LSP ein. Er führt die Auftragsklärung mit dem Sponsor durch. Er entwirft und plant den ganzen Workshop. Er wählt die geeigneten LSP-Techniken aus und entscheidet die Reihenfolge ihrer Verwendung. Er formuliert die zu den Techniken passenden Fragen und plant das zugehörige Timing.
Ein ungeeignetes Design des Workshops kann später im Workshop verhindern, dass die Teilnehmer in “Flow” kommen und die Qualität der Ergebnisse negativ beeinflussen. – Der Facilitator braucht daher eine große Erfahrung und Übung.

Während des Workshop ist die wichtigste Aufgabe des Facilitators, die Teilnehmer im Flow zu halten und ihnen einen sicheren Raum zu gewährleisten, in dem sie offen und ehrlich diskutieren und sich austauschen können. Dies bedeutet:

  • die Teilnehmer durch die Methode zu führen, ggfs. LSP-Techniken zu erklären und Hilfe bei der Umsetzung zu geben;
  • zu erkennen, wann es sinnvoll ist vom geplanten Timing abzuweichen, weil sich spontan eine spannende Diskussion entwickelt;
  • zu wissen, wie bei einer spontanen Planabweichung die geplanten Workshopergebnisse erreicht werden können;
  • durch gezielte Fragen an den Tischen ggfs. den Dialog anzustoßen oder wieder zu erwecken;
  • auf die Einhaltung sogn. LSP Spielregeln zu achten und toxische Situationen aufzufangen: persönliche, verbale Angriffe der Teilnehmer untereinander, bewußte Sabotage des Workshops, innere Verweigerung einzelner Teilnehmer, etc.

Der Facilitator braucht daher eine große Erfahrung und Übung. LSP ist unter open source eine offene Methode. Es gibt Bücher (s. Literaturempfehlung) und zahlreiche Anleitungen im Internet, auch ich biete sie auf meinem Blog an.

Es ist aber ein sträflicher Leichtsinn und zeugt von Verantwortungslosigkeit sowohl dem Facilitator als auch den Workshopteilnehmern gegenüber, zu glauben, das Studium dieser Quellen würde ausreichen, einen LSP Workshop ohne praktische Erfahrung planen oder gar durchführen zu können.

Viel zu oft erlebe ich es, dass Sponsoren und Veranstalter die Verantwortung und Aufgaben des Facilitators unterschätzen und glauben

  • dies in Eigenregie durchführen zu können, oder gar
  • den disziplinarischen Vorgesetzten damit zu beauftragen, während sein Team die Teilnehmern sein sollen.Niemals sollte ein disziplinarischer Vorgesetzter den Workshop selbst moderieren.

 

(Foto: https://www.flickr.com/photos/clement127/8505127588/)

Beides ist der sicherste Weg, den eigenen Workshop aus Naivität und falscher Sparsamkeit zu sabotieren. Wenn den Teilnehmern die psychological safety im Workshop fehlt, sich offen mitzuteilen, verlieren die Ideen ihren kreativen Schwung. Die gewünschten Arbeitsergebnisse haben nicht die gewünschte Qualität und Substanz. Als innovative Moderationsmethode ist LSP im Unternehmen dann verbrannt: außer einer schönen Zeit mit dem Bau von Lego-Modellen hat der Workshop ja scheinbar nichts gebracht.

Ein Facilitator sollte darüber hinaus neben den Grundlagen von LSP auch Erfahrungen in modernen Moderations- und Fragetechniken haben, wie z.B. Training from the back of the room (Sharon L. Bowman), Clean Language (David Grove, Judy Rees) oder ähnliches.

LSP Facilitator ist eine mehrtägige Ausbildung, die mit einer Zertifizierung endet. Es gibt zahlreiche Anbieter, die Grundkursen in LSP anbieten. Aber nicht alle sind auch berechtigt, ein Zertifikat auszustellen.

Derzeit gibt es meines Wissens zwei Akkreditierungsorganisationen für LSP. Man kann sich bei ihnen nach akkreditierten Partnern erkundigen:

Beide Organisationen unterscheiden sich in den Zertifizierungs- und Trainingsinhalten nicht wesentlich. Die Association of Master Trainers hat ihren Ursprung aus ehemaligen Mitarbeitern der Lego Group und war zeitlich früher am Markt als StrategicPlay®.

Das nötige Lego-Material

Für einen LSP Workshop braucht man Legosteine. Sehr viele Legosteine. Prinzipiell kann man jede Art von Legosteinen verwenden, z.B. bei Ebay erstandene Kiloware.

Allerdings bietet Lego im Onlineshop spezielle Sets von Steinen zur Durchführung der Workshops an. Diese Sets sind von erfahrenen LSP Facilitatoren für die speziellen Anforderungen in LSP Workshops zusammengestellt. Sie enthalten ausreichend Material für ca. 12 Teilnehmer.

Identity and Landscape Set. Hauptsächlich Material zum Bau metaphorischer Modelle: Grund- und Dekorationssteine, Tiere, Pflanzen, Figuren, etc. (ca. 2600 Teile).

 

Connection Kit. Hauptsächlich Material für die Darstellungen von Verbindungen, Relationen und Abhängigkeiten zwischen Modellen: Grundbausteine, Steckverbindung und Konnektoren, sowie verschiedene Verbindungselemente (ca. 2400 Teile).

 

 

Für Kleingruppen, Individualcoaching oder Warm-ups gibt es das Starter Set (ca. 220 Teile) und das kleiner Windows Exploration Bag (ca. 49 Teile). Letzteres ist aber nur erhältlich im Karton à 100 Stck.

Diese vorkonfektionierten Sets sind allerdings sehr teuer. Ein Invest lohnt sich nur, wenn man LSP Workshops öfter durchführt.

Ich biete unter www.LSP4rent.com diese Sets zum Verleih bzw. die Exploration Bags einzeln zum Kauf an. Ich arbeite mit einer sozialen Einrichtung zusammen, die den Versand, die Sortierung und Reinigung übernimmt. Fragt mich vor eurem nächsten LSP Workshop nach einem Angebot.

 

Rechtliche Hinweise

Obwohl Open Source ist, ist LEGO™ Serious Play™ eine von Lego Group geschützte Marke: Lego™ und Serious Play™. Die Fa. Lego hat folgende rechtliche Auflagen erwirkt:

  • Workshops, die mit der LEGO™ Serious Play™-Methode durchgeführt werden, müsse offiziell als “Workshops nach der LEGO™ Serious Play™-Methode” angekündigt und vermarktet werden.
  • Workshops, die zwar (Teile der) LEGO™ Serious Play™-Methode verwenden, aber keinen zertifizierten Moderator bzw. Facilitator einsetzen, dürfen nicht als “Workshops nach der LEGO™ Serious Play™-Methode” angekündigt und vermarktet werden.

 

LEGO, SERIOUS PLAY, IMAGINOPEDIA, Minifigure und Brick and Knob Konfiguration sind geschützte Warenzeichen der LEGO Group. Der Autor dieses Artikels steht in keiner Beziehung zur Lego Group. Die Lego Group hat diesen Artikel weder gesponsert, noch in Auftrag gegeben.

Weiterführende Literatur

 

Über den Autor

Michael Tarnowski ist Gründer von Plays-in-Business.com. Michael ist zertifizierter Facilitator in der LEGO™ Serious Play™-Methode und Material sowie trained Innovation Games Facilitator. Als zertifizierter LeSS Practitioner und Scrum Master berät Michael auf Managementebene seine Kunden in den Bereichen agile Transition, Innovationsmanagement und Produktentwicklung.

Unter www.LSP4rent.com verleiht Michael spezielle Lego-Sets für LSP Workshops.

Wie Sie lernen können, Ideen zu visualisieren

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Ich kann nicht zeichnen

Das ist kein Scherz! Ich kann wirklich nicht zeichnen. Meine Kreise sind nicht rund, sondern oval. Wenn ich ein Rechteck male, ist es nicht gerade. Eine Kaffeetasse gelingt mir gerade noch, aber ein Auto ist schon zu schwierig für mich. Trotzdem möchte ich meine Flipchartblätter ein bisschen aufpeppen und nicht nur mit Text füllen. Also habe ich mir gedacht, ich suche nach Büchern, mit denen ich das Zeichnen von einfachen Figuren oder Symbolen erlernen kann. Mit etwas Übung bin ich jetzt tatsächlich besser geworden! In der folgenden Liste erhalten Sie eine Übersicht über Bücher, mit denen Sie das Zeichnen am Flipchart lernen können:

Wie gestalte ich in kürzester Zeit ein aussagekräftiges Plakat? Welche Zeichentechniken wirken auf Entfernung? Wie transportiere und lagere ich meine Charts? Warum ist es gut, kleine Effekte in die Präsentation einzubauen? Sobald Sie ein paar grundlegende Regeln beachten, machen Sie Ihre Inhalte nicht nur eindrucksvoll sichtbar, sondern fesseln Ihre Teilnehmer mit dem einen oder anderen Wow!-Effekt. Lassen Sie sich vom Flipchart-Coach begleiten und in die Profi-Geheimnisse erfahrener Trainer, Moderatoren und Präsentatoren einweisen: von der Wahl und dem Einsatz des richtigen Equipments, über grundsätzliche Gestaltungselemente und deren Gesamtkomposition auf einem Chartbogen bis zu verblüffenden Präsentationskniffen, die Ihr Publikum garantiert in Erinnerung behält. Viele Fotos, Praxisbeispiele, Motivvorlagen, Detailhinweise zum Thema und unzählige praxiserprobte Tipps zeigen Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt auch scheinbar schwierige zeichnerische Herausforderungen meistern können. Im Flipchart-Coach steckt geballtes Erfahrungswissen, mit dem Sie Ihre Auftrittskompetenz und Professionalität erhöhen.

Der Flipchart-Coach. Profi-Tipps zum Visualisieren und Präsentieren am Flipchart (Edition Training aktuell)
Pinnwand und Flipchart sind auch im digitalen Zeitalter in Seminaren hervorragende Medien, um Inhalte zu visualisieren, Zusammenhänge zu verdeutlichen und vieles andere mehr. Der Klassiker von Bernd Weidenmann enthält viele gut geschriebene Tipps, in dem sich– auch dank der vielen Abbildungen – schnell passende Anregungen finden lassen. In der Neuauflage gibt es neue Methoden und Novitäten im Hinblick auf Flipchart und Pinnwand.

Die originellen Ideen überraschen auch versierte Trainerinnen und Trainer. Die lernpsychologischen Tipps helfen dabei, die Aufmerksamkeit der Teilnehmer zu fesseln. Sehr viel Konkretes und Praxisnähe für den sofortigen Einsatz.
Aus dem Inhalt
• Know-how: Schrift, Temposkizzen, Freihandzeichnen, Blick steuern, Lernspiele, Medienkombination …
• Flipchart: Standardposter, Tempo, Kombination mit Beamer, Ideen für Flipchartbogen, Flipchart aktiv …
• Pinnwand: Objekte, Schnell-Clustern , Auswerten, Kartenflut eindämmen, Referat und Pinnwand, Pinnwanddebatte
• Methoden: Landkarte, Gehirnjogging mit Karten, Fadentrick, Knüllwolke, Pinnwandlampe, wandelnde Litfasssäule, Kartenjogging, Ampelfeedback, Schubladenpinnwand, Schnell-Clustern und vieles mehr
100 Tipps & Tricks für Pinnwand und Flipchart (Beltz Weiterbildung)

Wer trainiert, berät, moderiert oder präsentiert, steht immer wieder vor der Herausforderung, klar verständliche und gleichzeitig lebendige Visualisierungen zu entwickeln. PowerPoint ist nicht in jeder Situation das optimale Medium. Doch viele Trainer/Berater haben Scheu, sich an Flipchart und Stift zu wagen. Das Buch nimmt uns an die Hand und zeigt Schritt für Schritt, wie jeder mit einfachen Methoden und ein paar Kniffen schnell und sicher ausdrucksvolle Skizzen produzieren kann. Zeichentalent ist dabei ausdrücklich keine VorausSetzung. Anhand von mehr als 100 farbigen Flipcharts zeigt Brigitte Seibold wie man mit wenigen Strichen Manikins, Gesichter, Hände, Körper zeichnet, Flipcharts strukturiert und Seminar-Standard-Flipcharts visualisiert. Zum Mitmachen und sofort sichtbaren Erfolg! Eine Anleitung für alle, die mit einfachen Mitteln schnell und mit sofortigem Lernerfolg eindrucksvolle Flipcharts entwerfen möchten.


Visualisieren leicht gemacht: Talentfrei Zeichnen lernen und professionelle Flipcharts erstellen (Whitebooks)

Visual Facilitating heißt ein Trendthema, das aus den USA nach Europa herüberschwappt: Mit einfachen Skizzen werden Dialoge, Ideen und komplexe Sachverhalte in Echtzeit visualisiert. Dies ist der erste umfassende Praxisratgeber für Visual Facilitating im deutschen Sprachraum. Anschaulich zeigt der Autor, wie und in welchen Bereichen sich diese visuelle Sprache in der Praxis anwenden lässt. Zahlreiche praktische Zeichenanleitungen machen die Methode für jedermann umsetzbar. Jeder kann Ideen, Prozesse und abstrakte Zusammenhänge in Meetings, Trainings oder Präsentationen von Hand sichtbar machen! Visual Facilitating ist kein lustiges Add-on zur Auflockerung von Konferenzen, sondern macht komplizierte Zusammenhänge begreifbar. Übrigens: Was ist »UZMO«? Das ist der Code, mit dem jeder aus vier Buchstaben ruckzuck eine wirkungsvolle Glühbirne zeichnen kann. Ganz ohne Kunstausbildung. Eben typisch Visual Facilitating.

UZMO – Denken mit dem Stift: Visuell präsentieren, dokumentieren und erkunden

Nutzen Sie Bilder, um Ihre Botschaft zu vermitteln. Dieses wertvolle Tool hilft Ihnen, Flipcharts in Meetings, Vorträgen und Workshops so zu planen und zu gestalten, dass Sie und Ihr Anliegen beim Teilnehmer ankommen.

Spiralbindung. Mit Inhaltsverzeichnis.

bikablo® 1

Warum Sie Stifte mit schräger Spitze verwenden sollten

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Ich finde es immer wieder erstaunlich: in vielen Besprechungsräumen finde ich Flipchartstifte mit einer runden Spitze. Wenn man damit schreibt, entsteht eine dünne Linie.

Mit Stiften mit einer schrägen Spitze haben Sie dagegen ein schöneres Schriftbild, weil es eine interessante Abwechslung von dünnen und breiteren Linien gibt. Dafür müssen Sie ein bisschen üben, den Stift richtig zu halten.

Eine Übersicht über geeignete Stifte und Wachsmalblöcke finden Sie hier (auf den Button klicken):

In dem Video nenne ich auch einige hilfreiche Regeln. Ich selbst kann nur schlecht zeichnen. Und am Flipchart vor Publikum gelingt mir spontan nur wenig. Daher entlastet es mich sehr, folgende Dinge zu beachten:

  • Ich zeichne nur, was ich wirklich zeichnen kann.
  • Ich verwende beim Zeichnen konsequent immer die gleichen Elemente.
  • Ich entscheide mich für meine eigenen klaren Regeln und schaffe mir meine persönliche Zeichenroutine.

Mehr Tipps zum Thema Zeichnen gibt es im nächsten Blog-Artikel.

 

Flipchart, das überall hängt

Wohin mit dem Flipchart-Ständer?

Vielleicht führen Sie Qualitätszirkel oder Gesundheitszirkel in der Produktion Ihres Unternehmens durch. Oder Sie möchten mit den Kollegen aus der Werkstatt Lösungsideen für ein bestimmtes akutes Problem sammeln. Da haben Sie sicherlich keine Lust den schweren und unhandlichen Flipchart-Ständer über das Werksgelände zu tragen. Womöglich gäbe es auch gar keinen richtigen Platz dafür.

Die Lösung

Ich empfehle Ihnen in solchen Fällen ein statisch aufgeladenes Flipchartblatt zu nutzen. Dieses heftet auf fast allen Flächen an (ich habe es noch nicht an einer unverputzten Mauer versucht). Also z.B. an ein Fenster, am Stahlschrank, an eine Tür oder Wand. Dieses Flipchartblatt kann ganz normal beschrieben werden und es haften auch normale Moderationskarten aus Papier daran. So bleiben Sie flexibel.

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Die statisch aufgeladenen Flipcharts werden als Rolle geliefert und sind am Ende jeden Blattes perforiert. Sie könnten also auch die Blätter nicht trennen und somit eine mehrere Meter lange Bahn aufhängen.

Bestellmöglichkeiten finden Sie hier (auf den Button klicken):