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Studie: In Deutschland fehlt Raum für Kreativität

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Die Förderung von Kreativität am Arbeitsplatz

Heute möchte ich Ihnen eine Studie von der Agentur Jack Morton vorstellen, die eine internationale Untersuchung zum Thema „Förderung von Kreativität am Arbeitsplatz“ durchgeführt hat. Wie steht Deutschland im Vergleich zu Australien, Brasilien, China, Ägypten, Hong Kong, Saudi-Arabien, Singapur, Vereinigte Arabische Emirate, Großbritannien und den USA da?

Sind Sie kreativ?

Auf diese Frage antworten erstaunlich viele Beschäftigte mit Ja. Vier von fünf halten sich hierzulande für kreativ.

95 Prozent sind der Meinung, Kreativität sei wichtig für den Geschäftserfolg. Doch ganze 25 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland haben das Gefühl, dass ihr Arbeitsumfeld kreatives Denken tatsächlich befördert.

In einem Punkt ist Deutschland im internationalen Vergleich erstaunlicherweise Spitzenreiter: 53 Prozent der Beschäftigten geben hierzulande als Kreativitätskiller Nummer eins Zeitdruck an. Das gibt es in keinem anderen Land. Nur 37 Prozent der deutschen Beschäftigten haben das Gefühl, sich die nötige Zeit für kreatives Denken freischaufeln zu können. Danach gefragt, wieviel Zeit pro Woche hierfür nötig sei, liegt der meistgenannte Wert bei drei bis vier Stunden.

Und wie kommt man in den Unternehmen auf Ideen? – 49 Prozent gaben an, Brainstorming sei in der Firma die bevorzugte Methode hierfür. 19 Prozent der Beschäftigten beklagen allerdings die fehlende Gelegenheit zu spontanen Meetings. 64 Prozent der Befragten waren der Überzeugung, kreatives Denken sei erlernbar und nicht bloß ein angeborenes Talent.

Was können Unternehmen tun, um die Kreativität zu fördern?

  1. Zusammenarbeit: Kreative Ideen werden am Besten im Austausch mit Kollegen entwickelt. Daher sind spontane Meetings und Diskussionen wichtig. Als Unternehmen sollten Sie Räume dafür zur Verfügung stellen (zeitlich und auch mit entsprechender Ausstattung).
  2. Spielen: Neue Ideen entwickeln sich gut beim Spielen. Dann kann man etwas ausprobieren, basteln, neu zusammensetzen. Dabei ist oft auch wichtig, die Ideen anfassbar zu machen. Wenn man ein Modell gebastelt hat, lässt es sich besser von allen Seiten betrachten. Als Unternehmen sollten Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit dazu geben und Materialien zur Verfügung stellen.
  3. Kreativitätstechniken: Man kann nicht auf Knopfdruck kreativ sein. Auch fällt die Entwicklung neuer Ideen ein einem schlichten Büro am funktionalen Schreibtisch schwer. Besser ist es die gewohnte Umgebung zu verlassen. Ein Spaziergang im Park, der Besuch eines Museum usw. kann inspirierend sein. Auch hier sind die Führungskräfte in Ihrem Unternehmen aufgefordert, den Mitarbeitern dieses zu ermöglichen
  4. Fehlerkultur: Wer kreativ sein soll, der braucht die Sicherheit, auch Fehler machen zu dürfen. Nicht die erste Idee ist sofort perfekt und umsetzbar.
  5. Denk-Räume: Für die ersten 3 genannten Punkte benötigen Sie entsprechend ausgestattete Räume, die nicht den ansonsten geltenden formalen Richtlinien entsprechen. Viel Platz für Flipcharts, Haftnotizzettel, Bastelmaterialien usw. Darüber hinaus aber auch Rückzugsorte mit Sofas oder bequemen Sesseln, angenehme Beleuchtung, harmonischen Farben.
  6. Würdigung von kreativen Ideen: Kreativitätswettbewerbe und Prämien für innovative Ideen spornen die Mitarbeiter an und zeigen, dass das Unternehmen neue Ideen würdigt.

Zu diesem Thema passt auch die Methode „Design Thinking“, die ich in diesem Artikel vorstelle: Was ist Design Thinking?

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Außerdem empfehle ich Ihnen mein Arbeitsbuch „Kreativ in Projekten“, in dem ich Ihnen 12 Kreativitätstechniken vorstelle. Zu jeder Methode gibt es eine Beschreibung des Settings, die benötigte Anzahl an Teilnehmern und Materialien und den voraussichtlichen zeitlichen Umfang.

Methodenkoffer Komm-mit-Mensch

Komm-mit-Mensch-Dialoge

Vor ein paar Wochen haben ich im Rahmen eines Seminars zum Thema Achtsamkeit in Unternehmen den Methodenkoffer „Komm-mit-Mensch“ kennengelernt.

Zu Beginn war ich noch skeptisch: Der Methodenkoffer wird von Unfallkassen und Berufsgenossenschaften herausgegeben und das Thema „Arbeitssicherheit“ beschäftigt mich nur am Rande. Dann habe ich aber festgestellt, dass es um viel mehr geht, als um die Frage, wie viele Stufen eine Leiter hat.

Bei den Komm-mit-Mensch-Dialogen geht es hauptsächlich um das Miteinander im Team und im Unternehmen. Es soll dabei zum Mitmachen angeregt werden.

Ich finde die Toolbox sehr gut durchdacht und sehr professionell gestaltet. Mich haben die vielen Grafiken oft auch zum Schmunzeln gebracht und es hat mir Spaß gemacht, die Materialien zu nutzen.

 

Die Toolbox

Im Methodenkoffer/Toolbox finden Sie alle Materialien, die Sie benötigen, um die Workshops durchführen zu können.

  • Regeln der Zusammenarbeit (Spielregeln für die Workshops)
  • Broschüre für Verantwortliche
  • Leitfaden
  • Schnellanleitung
  • Karten mit den Handlungsfeldern und den einzelnen Stufen
  • Grüne und gelbe Haftnotizzettel für Ideen und Maßnahmen
  • 2 Stifte
  • Plakat, an das Sie während des Workshops die Karten heften

 

Die Handlungsfelder

Folgende Handlungsfelder werden bei den Komm-mit-Mensch-Dialogen bearbeitet:

Führung: Unserer Führung sind Sicherheit und Gesundheit wichtig und sie verteidigt Zeit und Ressourcen dafür.

Kommunikation: Wir halten uns gegenseitig gut informiert und reden auf Augenhöhe miteinander.

Beteiligung: Wir nutzen das Wissen und die Ideen aller, um immer besser zu werden.

Fehlerkultur: Wir lernen gemeinsam von Fehlern, Beinahe-Unfällen sowie Unfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen.

Betriebsklima: Wir gehen respekt- und vertrauensvoll miteinander um und kommen gern zur Arbeit.

Sicherheit und Gesundheit: Wir haben Sicherheit und Gesundheit immer im Blick.

 

Die 5 Stufen

Als Sie die oben genannten Handlungsfelder gelesen haben, werden Sie bestimmt in Gedanken kurz überprüft haben, wie der Stand der Dinge bei Ihnen im Team bzw. Unternehmen ist. Bei einigen Themen stellen Sie vielleicht fest, dass Sie bereits auf einem guten Weg sind, bei anderen merken Sie, dass noch viel zu tun wäre.

Um dies besser einordnen zu können, wurde die folgenden 5 Stufen entwickelt:

Gleichgültig: Sicherheit und Gesundheit spielen nur eine Rolle im Betrieb, wenn es darum geht (straf-)rechtlichen oder wirtschaftlichen Schaden abzuwenden.

Reagierend: Sicherheit und Gesundheit werden im Betrieb ernst genommen – allerdings nur nachdem etwas passiert ist, also zum Beispiel nach einem Vorfall oder wenn der Krankenstand auffällig hoch ist. Es werden einfache, eher kurzfristig gedachte Maßnahmen ergriffen.

Regelorientiert: Sicherheit und Gesundheit haben im Betrieb einen hohen Stellenwert. Es herrscht die Meinung, dass Sicherheit und Gesundheit vor allem durch strikte Regeln und Kontrolle zu erreichen sind.

Proaktiv: Hier werden verbindliche Regeln und Systeme als wichtig erachtet, aber nicht als ausreichend. Gemeinsam versuchen Führung und Beschäftigte Gefährdungen aufzuspüren, bevor es zu Unfällen und Erkrankungen kommt.

Wertschöpfend: Eine noch weiter entwickelte Sicherheits- und Gesundheitskultur, in die kontinuierlich investiert wird und die den Betrieb insgesamt leistungsfähiger macht.

Zu Beginn des Workshops ermittelt das Team, auf welcher Stufe es beim jeweiligen Handlungsfeld aktuell steht.

Im weiteren Verlauf werden gemeinsam Maßnahmen entwickelt, um die nächste Stufe erreichen zu können.

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Die Toolbox können Sie hier kostenlos bestellen: https://kommmitmensch.de/toolbox/kommmitmensch-dialoge/

Auf der Web-Seite der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften erhalten Sie weitere Infos und können sich die themenbezogenen Videos herunterladen, die Sie zu Beginn eines Workshops zeigen, um alle Teilnehmer einzustimmen.

Monster des Alltags – Die Umstände

Und noch ein weiteres „Monster des Alltags“ von Christian Moser. Dieses Mal geht es um die Umstände.

Die Umstände

Die Umstände sind toll. Man kann sich auf sie verlassen. Egal, was passiert, diese kleinen Dienstleistungs-Monster übernehmen bereitwillig die Verantwortung. Das ist praktisch. So muss niemand etwas ändern.

Passiert Ihnen das auch immer mal wieder? Es ist etwas nicht so gut gelaufen, ein Projekt oder ein Kunde ist unzufrieden, schieben Sie die Schuld dann auch gerne auf die Umstände?

Das schlechte Wetter hat dazu geführt, dass das dringend benötigte Material nicht rechtzeitig angeliefert werden konnte. – Oder haben Sie vielleicht doch etwas zu spät bestellt?

Die Maschinen in dieser einen Produktionslinie sind schon alt, aber es fehlt ja an Geld, neue zu kaufen. – Oder hätten Sie regelmäßiger die Wartung durchführen müssen?

Die neu eingeführte Software läuft nicht stabil, sodass nun weitere Kosten für externe Programmierer entstehen. – Oder hätten Sie länger die Software testen müssen? Die Zeit, die Sie durch die wenigen Tests gespart haben, kommen Ihnen nun teuer zu stehen…

Statt immer die Umstände zu bemühen, wäre es besser, die Ursachen zu analysieren und etwas zu ändern. Das ist zwar unangenehmer und Sie retten dabei nicht Ihren Kopf. Aber es ist konstruktiver, aus Fehlern zu lernen, statt sie von sich zu weisen…

 

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Sie sind neugierig geworden und wollen noch mehr Monster des Alltags kennenlernen? Hier können Sie das Buch bestellen:

Ihnen gefallen die Monster so gut, dass Sie sie als Postkarte an Kollegen verteilen möchten oder sich selbst immer mal wieder daran erinnern wollen? Hier können Sie das Postkarten-Set bestellen: